Heden

Die Heden haben ihr Stammesgebiet im Mir von Waligoi. Es erstreckt sich in Nachbarschaft der Gauten von den Gestaden des Hymir über den Myrkjurd, die großen Süd-Sümpfe, nach Nor hin bis zur Küste des Endlosen Ozeans. Da sie aber die letzte der drei Einwanderungswellen bildeten, ließen sie sich gleich ganz im Est und Mir nieder. Da das Land äußerst karg ist, ernähren sich die Heden vorwiegend von der Viehzucht, bei der das Jakh die Hauptrolle spielt. Dies ist ein Schneebüffel, der die Heden mit Milch, Fleisch, Wolle und Leder versorgt. Das Jakh dient auch als Zugtier. Nachdem das Land überwiegend aus flacher Steppe besteht, haben die Heden im Unterschied zu den Atliern und Gauten ihr Nomadentum nicht aufgegeben und ziehen wie von alters her mit ihren gewaltigen Wagen durch das Land, und nur zu bestimmten kulturellen Anlässen bilden sie für die Dauer weniger Tage riesige Wagenburgen. Neben den walischen Göttern lebt noch das Schamanentum der klingolischen Vorfahren weiter, und besonders die Frauen in den mirischen Sumpfgebieten betreiben außerdem die Namenzauberei der tuominischen Nachbarn. Die Mitglieder der Höfdhingfamilie haben eine magische Beziehung zu ihren persönlichen Jakhs. Diese entsteht bereits vor ihrer Geburt, denn wenn eine Hedenfrau ein Kind erwartet, so ist sogleich eine Jakhkuh trächtig, und beide kommen ungefähr gleichzeitig nieder. Diese persönlichen Jakhs werden Hamnyjakhen genannt, und diese sind die einzigen, die einen Reiter dulden, ihren zugehörigen Hamnheden (Hamn bedeutet ungefähr Seelenbruder). Die Heden sind kleinwüchsiger als die übrigen Stämme der Wali; sie haben eine mehr gelbbraune Hautfarbe und überwiegend glattes schwarzes Haar. Die Männer haben nur spärlichen Bartwuchs. Die Axt ist die Lieblingswaffe der Heden. Der Stammesgott der Heden ist Höggr, der Zerstörer, und sein Symbol ist die Axt.

Geschichte

Die Heden entstammen einem der alten Kriegerbünde der Waljar, aus dem im Lauf der Wanderungen von Jahrhunderten ein eigenständiger Stamm wurde. Als die Waljar die Thrumari zu reiten begannen, stützten sich die Heden besonders auf diese Tiere. Von ihnen ging auch die Behauptung und Sage um, Thrumari hätten von den Göttern eine Seele bekommen. Als sie in Waligoi ihre neue Heimat fanden, züchteten sie aus diesen Tieren eine neue Form, die sie Jakh nannten und abgöttisch liebten.

Während der Wanderungen auf den Ebenen des zentralen Urassu wurden eine Reihe anderer Völker unter den Wali aufgenommen. Besonders erwähnenswert sind die Völker aus der Gruppe der Ur-Agenierer, wie die Ceorweth und Norgan, die nach langen Kriegen von den Wali assimiliert wurde und überwiegend in dem Stamm der Heden aufgingen. Durch deren Einflüsse wurde das Aussehen der Heden beeinflusst. Im Sommer 1689 (47 n.Kr.) geriet der Stamm in einen Hinterhalt der Zauberkönige und wurde beinahe vollständig vernichtet. Die Überlebenden wurden von den anderen Stämmen unterstützt, die ihnen halfen, von den Zauberkönigen ihre Gefangenen und Besitztümer zurück zu erlangen. Im Sommer 2581 (939 n.Kr.) folgten die Heden zusammen mit den Bognaren als letzter Stamm den andern Stämmen Richtung Norden und siedelten sich im Süden Waligois, das damals als die Öde bezeichnet wurde, an. Allerdings blieben sie überwiegend bei ihrer nomadische Lebensweise. Infolge der Besiedlung wurden einige Städte gegründet. Diese sind Askyr im Sommer 2582 (940 n.Kr.), Nyrorm im Sommer 2583 (941 n.Kr.) und Greborg im Sommer 2585 (943 n.Kr.). Im gleiche Jahr der Gründung von Askyr begegneten die Heden im Binnenland einem Volk, das sich als Tami bezeichnete und mutmaßlich von den Annar abstammte. Es wurden friedliche Beziehungen aufgenommen, da die Tami kein Land beanspruchten und ebenfalls nomadisch lebten. Während der folgenden Zeit kam es zu Vermischungen zwischen beiden Völkern.

Während des Ersten Rukr-Krieges wurde lediglich Nyrorm von den Rukr angegriffen. Dieser Angriff wurde unter großen Opfern abgewehrt. Während der nächsten Rukr-Kriege wurde das Gebiet der Heden kaum behelligt. Erst während des Vierten Rukr-Krieges kam es wieder zu massiven Angriffen gegen Greborg und Nyrorm.

Der erste überlieferte Name eines Werirs der Heden ist Grim aus dem Geschlecht der Hjalten, der um den Sommer 2620 (978 n.Kr.) herum das Amt innehatte. Seine Kinder waren die Zwillinge Grimwolf und Äsa, die im Sommer 2622 (980 n.Kr.) geboren wurden. Es wird berichtet, dass diese Kinder getrennt aufwuchsen, da Äsa kurz nach der Geburt entführt wurde. Achtzehn Jahre später heiratete Grimwolf eine Frau, die sich später als seine eigene Schwester erwies. Bevor dies jedoch offenbar wurde, gebar sie ihm einen Sohn namens Grim. Zwei Sommer später wurden Grimwolf und Äsa auf einer Reise von Rukr getötet. Grim wurde in die Obhut von Egil, einem Verwandten des Grimwolf gegeben, der später nach Westen nach Yggrgard an den Hof des damaligen Jarkhan Agnar zog. Zehn Jahre später, im Sommer 2634 (992 n.Kr.) wurde ein Mann namens Egil Werir der Heden. Ob er derselbe Egil war, der ein Verwandter des Grimwolf war, bleibt ungeklärt. Nach dem Tod des letzten Jarkhan aus dem Geschlecht der Byrjun wird Waligoi dann von den Weriren der damals dort beheimateten Stämme geführt, darunter auch Egil. Unter ihrer Führung begannen die Wali mit Kriegszügen und eroberten im Sommer 2663 (1021 n.Kr.) weite Teile des Nordens der Alten Welt. Als drei Sommer später Waligoi von den Wolsi erobert wird, gehen die drei Werire in den Widerstand. Nach der Befreiung Waligois kommt es zu Zerwürfnissen zwischen den Weriren. Dies führt dazu, dass Egil mit vielen seiner Leute in die estliche Welt auswandert um dort eine neue Heimat zu finden. Diese Ambitionen und Egil selber werden zu Grabe getragen, als Gestaltwandler ihn töten. Egil wird, da er sich den Titel Jarkhan zulegte und nicht aus dem Geschlecht der Byrjun stammte, als illegitimer Jarkhan bezeichnet.

Weiterführende Informationen

Geografie

Askard Byrgr - Askyr - Bedhris - Braterd Buchtr - Grandrjurd - Greborg - Gyldurfjord - Gyldursaevi - Haemr - Haemr Buchtr - Haeturd Byrgr - Harskisik - Hlokkfjord - Isburdret - Jarnur Eidret - Nyrorm - Kedir yr Ystrurd - Litifljaet - Myrkjurd - Myrkvetni - Myrkvidr - Nyr - Raetafjord - Skugur - Skugur Buchtr - Stridurfjord - Svidkar Eidretr - Tanstat - Veidur - Ynhunr Hald

Sonstiges

Hjedrar - Tammi

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