Saga von der Schöpfung

Die Saga von der Schöpfung zählt zu den historischen Sagas, obwohl sie keine direkt historischen, sondern eher mythologische Schilderungen beinhaltet. Die Schilderungen der Saga reichen vom Beginn bis zum Ende der Existenz.

Anfänglich war dort nur das chaotische, ungeformte Urfeuer, welches alles erfüllte. Als jedoch eine Entität, welche als Ekki bezeichnet wurde, von jenseits von Raum und Zeit hinzu kam, zog sich das Urfeuer in einem Punkt zusammen. Mit dem Wort Verda veranlasste es das Urfeuer, sich erneut auszudehnen. Nun aber stimmte Ekki Verse an, das Urkvaedi, die er seit dem ununterbrochen reklamiert. Durch dessen Schwingungen wurde das Urfeuer dazu veranlasst, Formen anzunehmen. So entstand das Universum mit Sternen, Sonnen und Planeten. Auf den Planeten entwickelten sich Lebensformen.

Durch eine Veränderung des Urkvaedi wurden nun Wesenheiten gerufen, aus denen unterschiedlich mächtige Götter wurden. Bald gerieten sie über das Schicksal der Welt in Streit und später in Kampf. Es bildeten sich drei Götterbünde, die Daudurja, die Goðjar und die Djófullir. Nach einer langen Schlacht, die sie auf Magira austrugen und von der der Urrspalt stammt, siegten die Goðjar und vertrieben die Djófullier unter die Erde und die Daudurja in den Weltenraum. Seit dem versuchen die Vertriebenen, auf die Welt zurück zu gelangen, um dort die Macht zu ergreifen.

Als die ersten Menschen erschienen, nahmen die Götter sich ihrer an. Jeder Gott nahm sich eines der primitiven Völker an und versuchte es zu fördern. So nahmen die Götter Wali, Höggr und Alswiddr sowie einige geringere Götter sich des Volkes der Wali an und führten es durch seine Entwicklung. Sie gaben den Wali eine Seele, die nach deren Tod geprüft werden sollte. Wenn sie sich als würdig erwies, sollte sie in Walis Halle auf ewig leben, wenn nicht, sollte sie im Urfeuer verbrannt werden. Zur Zuweisung der Lebensspanne und zum Urteil über die Seelen taten sich drei der geringeren Göttinnen zusammen und bildeten die Thekkja, die später Hyldir genannt wurde.

Es wird berichtet von dem Schwert namens Svidar, das durch die Gier eines Gottes verflucht war und diesen Fluch auf einem Gott übertrug. Dadurch wurde aus dem Gott der Entwirker, der als einziges Ziel den Niedergang der Schöpfung hatte. Diesen betrieb er mithilfe von Svidar, über das eine Prophezeiung sagte, dass es sieben Mal bersten werde und beim siebten Mal das Ende der Existenz gekommen sei.

Seit dem kämpften die Götter darum, das Schwert vor den Feinden zu bewahren. Dazu wird es in einem Versteck innerhalb eines Berges namens Die letzte Schlacht um das Schwert findet auf der Ebene vor diesem Berg statt. In der Blutnacht treffen die Heere des Yfirgera auf die der Götter. Während der Schlacht gelingt es einem Wesen namens „Alter Fuchs“, das Schwert mit einer List an sich zu bringen. Mit diesem tötet er den Yfirgera, wobei das Schwert zum siebten Mal birst. Da beendet Ekki seinen Gesang und die Kräfte, die die Welt zusammenhalten, versiegen. Da sammeln sich alle Götter und die von ihnen bewahrten Seelen und kehren dorthin zurück, woher die Götter einst gekommen sind. Und als die Welt wieder zum Urfeuer wird, geht auch Ekki. Da wird das Universum wieder zu dem was es vor seiner Ankunft gewesen war.

 

Die Übersetzung des Originals der Saga findet sich hier:

  • Saga von der Schöpfung

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