Runengedicht
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Aar
Der hochfliegende Adler, scharf schaut er
Nach verborgener Beute weit über das Land.
In der Kralle Horn bringt Klarheit er
Und Weitblick für den Geist des Mannes.
Bjarkan
Der Frühling bringt Fülle dem Spross der Götter.
Missgunst und Neid entzweien die Menschen.
Zwist bringt Bjarkan im Rand des Horns.
Trinkt der Friedliche wird kriegerisch sein Herz.
Ceorn
Das Grab ist fürchterlich, welches nicht geweiht.
Die Toten wandern im Licht des hellen Mondes.
Sicherheit und Schutz vor unheiliger Macht,
legt auf die Schwelle aus Buchenholz den Stab.
Dagaz
Der Tag bringt Leben und das Licht der Sonne.
Neues beginnt der Weise nicht vor dem lichten Tag.
Glückheißende Runen ritze in helles Metall,
nicht Feind noch Not schrecken den Glücklichen.
Ehwar
Reichtum findet der Tapfere, wenn mit Mut er reist
Weit über das graue Meer fern von der Heimstatt.
Wohlergehen und Schutz erhält der kundige Mann,
ritzt der die heilige Rune in das Holz des Schildes.
Feh
Der Schatz des Mannes ist Wohlsein des Körpers.
Dem Regen und Wachen fällt zu das Glück.
Heilbringende Runen in dem Holz des Löffels
Wehren dem Wissenden Schmerzen und Pest.
Gibur
Gastfreiheit unter Fremden ist die größte aller Gaben.
Welches Schicksal dich führt, genieße ihren Schutz.
Ritze heimliche Runen in des Nagels Kopf,
gewährt wird Schutz dem schutzlos Reisenden.
Hagil
Hagel ist das reinste Korn, Verderben dem Unvorsichtigen.
Geschleudert von Göttern bringt Unglück es dem Narren.
Gib heimliches Zeichen auf Horn deinem Feind,
Glücklos bleibt er bis das Schicksal ihn trifft.
Is
Eis bedeckte die Welt zu Anbeginn der Zeit.
Schwer lastet das Schicksal auf der Seele des Glücklosen.
Auf dem Eis des Meeres ziehe die heilbringende Rune,
die Sorgen des Menschen vergehen im Meer der Welten.
Jerra
Über das Graue Meer reisen die Wogenrösser der Walis.
Nicht Wind noch Welle werfen sie ans Land.
Zeichne die Rune doppelt in den Bug des Flutenteilers,
auf dass sicheres Geleit geben die Götter der See.
Kaun
Das harzige Holz der Kiefer geworfen auf den Scheiterhaufen,
bringt kampfesmüde Männer auf die Insel der Götter.
Segne dreimal das Feuer mit dem erlösenden Zeichen
Und gute Reise haben die Gäste der Götter.
Lagaz
Wild kämpft das graue Meer mit den Kindern der Götter,
doch Leben spendet es dem unverzagten Jäger.
Geritzt auf den Eibenpfeil bringt sie reiche Beute
Und demjenigen Sicherheit vor der Wut der Welt.
Mannr
Das Gefolge hoher Götter herrscht über das Land des Wolfs.
Zahlreich sind ihre Kinder, jeder für sich ein Hort des Lebens.
Auf des Mannes Brust und des Weibes Leib gezogen,
wird zahlreich die Ernte und stark die vollzähl´ge Sippe.
Naud
Schwer wird das Herz, bedrängt den Mann die Not,
doch Hilfe wird dem zuteil, der mutig sich dem Schicksal stellt.
Ziehst du die Zeichen auf des Messers Rücken,
wird Hilfe dir zuteil wenn die Last am größten.
Othal
Vielgestalt wandern Götter über die Länder und Meere,
gering ihre Geduld, besser allein gelassen, denn erhört.
Querst du ihr Zeichen in Blut, forderst mutwillig heraus du
arges Schicksal und böse List, dein Verderben ist gewiss.
Perath
Das Grab ist der Schrecken des lebenden Menschen.
Schnell erkaltet der Körper in der Dunkelheit der Erde.
Wohlergehen verlässt den, dem auf des Tellers Boden
Gezogen ist das Zeichen, Unheil und Weh befällt ihn.
Qero
Magisch waltet Macht, wenn Nornen ziehen an’s Werk.
Wehrlos treib das Schiff in des Sturms reißende Wogen.
Der Wille wird schwach, des ehrlosen Feindes,
ritzt du das heilige Wort in den gegnergesandten Ger.
Raidan
Reiten erscheint einfach dem Manne in der Halle,
doch schwierig demjenigen, der das Ross führt auf hohen Pfad.
In den Rücken des Sattels ritze die helfende Rune,
sanft wird des Mannes Träger und sicher der Weg.
Sol
Die Sonne ist Freude und Licht, von Göttern gegeben,
wenn die Erde bringt hervor reiche Frucht für Arm und Reich.
In lebendiges Holz gelegt lässt übervoll wachsen sie.
Voll werden Scheunen und vergessen die Sorge.
Thiu
Zorn ist der Vater des Krieges, weit reist der waffenstarke Mann.
Nicht fliehen kann der Üble, rächt die Sippe seine böse Tat.
Der Pfeil wird den finden den, trägt er das Zeichen und den Namen.
Nicht entgehen wird er dem Trachten des Gerechten.
Ur
Der Auerochse ist kampfstark, wild greift er den Gegner an,
ohne Gleichen ist sein Stolz, zieht er zum mannhaften Kampf.
Mit des Honigs starken Trank bring Kraft und Mut den Trinkenden,
wenn geritzt ist die Rune in des Hornes Rand.
Varg
Der Wolf jagt im dunklen Wald an des Winters kürzesten Tag.
Weit schallt über das Land sein ungebrochener Ruf.
Auf des Wolfes Zahn zieh goldene Zeichen
Und nicht brechen wird Not den Mut des Listigen.
Wyrd
Keiner kann entgehen dem Lohn für seine Taten.
Nicht Jammer noch Kampf schützt vor der Last des Schicksals.
Die Götter stehen dir bei, wenn gerecht deine Pflicht,
ziehst du das Zeichen, wird verringert deine Schuld.
Xeolh
Geheiligt den Göttern, stirbt in heftiger Schlacht
Der waffenstarke Mann mit lebensnäßender Brust.
Nicht wird die Wunde so stark, dass darnieder du sinkst,
zeigst du heilendes Zeichen auf der Kopfzierde Rand.
Yrr
Die Eibe ist der grünste Baum, wenn der Winter bedeckt
Weiß der Menschen Welt und Not sitzt hinter jeder Tür.
Nicht mangeln der Hoffnung wird es dem Listenreichen,
wenn auf dem Blatt der Tür er zieht das helfende Zeichen.
Zearth
Heiß brennt das helle Holz der schnellwachsenden Zeder,
nicht taugt es zum Bau der sagengewaltigen Halle.
Schutz bringt das Zeichen dem vielwissenden Mann,
der kennt die Wirkung am Herdstein des Feuers.
Wali
Der Götter Oberster und der Welten Schöpfer,
gibt Wali fruchtbares Leben und Glück dem Eifrigen.
Segne mit dieser Rune, was von Feld und Vieh
füllt des Tages lange Tafel und das Glück wird dir winken.
Höggr
Der Grimmigste der Götter ist der kampfeseifrige Höggr.
Krieg und Weh bringt er, doch füllt er die Sitze an Walis Tafel.
Auf der Waffe Blatt zeichne das grimmige Mal
Und Kraft und Mut begleiten den nimmermüden Krieger.
Alswidr
Des grauen Meeres Tiefen gehören dem Sturmbringer Alswiddr,
der die Kinder des Wali herausfordert mit jeder Tat.
Auf des Schiffes Ruder und des Erntebringers Pflugschar
Bringt Segen die Rune und gutes Gedeihen.
Hyldir
Die jagdeifrige Göttin Hyldir herrscht in den dunklen Wäldern.
Gutes Jagdglück bringt sie, Ruhe und scharfen Sinn dem Jäger.
Auf dem Holz des Bogens und dem Schaft des Pfeiles
Wird unfehlbar der Schuß und sicher die flinke Beute.
Lifur
Allumfassend sieht die Welt der Vater der Reisen.
Namenlos und unsichtbar verteilt er Glück und Not.
Auf goldene Münze ritze den Schutz vor allem Streben
Das gewebte Schicksal zu kennen durch magische Kraft.
Aer
Menschenglück wird gelenkt durch das Schicksal der Einn,
doch alles wird durchdrungen durch die magische Kraft der Runen.
Will Kraft geben der Weise den rot geriebenen Runen,
ritzt die Machtrune er zu Anfang und Ende.
