Drakstat

Drakstat (Zusammenziehung aus: Drakursta'dur, Drachenort) entstand als Siedlung der Friedlosen, also jener Männer und Frauen, die aus der Gemeinschaft der Stämme ausgeschlossen wurden. Da niemand ihnen Gastrecht gewährt und sie ohne Wehrgeldzahlungen erschlagen werden dürfen hat ihr Überlebenskampf sie ursprünglich an diesem Ort zusammengeführt.

In der Zwischenzeit hat sich dort eine sehr spezielle Handelsmetropole entwickelt, ein Ort an dem nach der Herkunft einer Ware noch weniger gefragt wird als im übrigen Waligoi. Ursprünglich lebten hier nur Friedlose. In der Zwischenzeit jedoch haben sich die Nachfahren der Gründerväter mit mehr oder weniger zwielichtigen Händler- und Hökerergestalten aus aller Herren Länder vermischt und ein lebhaftes, in Feier und Kampf gleichsam maßloses Stadtvolk geschaffen, dass in Waligoi seinesgleichen sucht.

Eine feste Herrschaftsstruktur hat sich in der Stadt bislang nicht bilden können. Es gab zwar immer wieder den Versuch "moderne" Organisationsformen wie z.B. Gildenstrukturen einzuführen, doch den Protagonisten solcher Ideen war zumeist keine lange Lebensdauer beschieden.

Die Bewohner Drakstats haben sich vielmehr in Bünden organisiert, die man mit chinesischen Triaden oder mafiösen Strukturen vergleichen kann. Dabei leiten sich die einzelnen Bünde von einer der zumeist zweifelhaften Gründergestalten Drakstats ab und tragen auch heute noch Namen und Wappen, die diese illustre Abstammung unterstreichen sollen. Bekannt sind neben anderen

  • Die Zähne des Drachen,
  • Die Blutbrüder,
  • Der Wolfsbund,
  • Der Keiler.

Diese Bünde haben stets mehr oder weniger offen um die Vorherrschaft in der Stadt und dem Hafen gerungen. Gingen dies ursprünglich stets mit Verwüstungen und vielen Toten einher ist inzwischen auf allen Seiten die Erkenntnis gereift, dass Macht über verkohlte Hausreste letztlich uninteressant ist. So nähert sich das Verhalten der Bünde in den letzten Jahren mehr und mehr dem, was man als robuste Klientelpolitik bezeichnen könnte. Möglicherweise haben hierzu qunsche Einflüsse beigetragen (der eine oder andere Einwohner Drakstats ist von deutlich unwalischer Statur, was sowohl am verdeckten Sklavenhandel als auch der nicht unbeträchtlichen Zahl qunscher Händler die hier halt machen liegen wird).

Zur Zeit (46 ndF) haben die Drachenzähne die Oberhand. Unter ihrer eisernen Führung war es Mandrad dem Händler sogar möglich, Drakstat zum Ort der Veranstaltung eines Festes für alle Völker Magiras zu machen, was in früheren Zeiten selbstverständlich völlig undenkbar gewesen wäre.

© 2019 Walische Webseite