Höggr
Höggr wurde früher auch Hugrir genannt. Er ist der Herr des Krieges und der Naturgewalten und seine Hauptaufgabe ist es, die Welt vor den Widersachern der Götter, den Djófullir und Daudurja oder anderem Übel zu schützen. Er wird im Zweikampf um den Sieg angerufen
Er ist der stärkste und kampfgewaltigste unter den Göttern. Wenn er einen guten Kampf sieht, lacht er vor Freude und sein Lachen ist wie das Brausen des Windes. Wenn er jedoch zürnt, grollt der Himmel und helle Speere schleudert er, seine Feinde zu vernichten. Nichts kann ihn im Kampf besiegen, selbst seine Brüder nicht, außer durch List oder Weisheit.
Höggr herrscht über das Meer und das Wetter, seine Stimmungen sind immer sehr wechselhaft. Zürnt er, ist er in der Lage, große Wellen zu schleudern, ja sogar Stücke vom Land abzureißen. Ist er jedoch freundlich, gibt er Salz, Nahrung und Reichtum in Fülle.
Sein Hochsitz in Walis Halle heißt Snithár, der Schnitzer, seine Frau heißt Aelf. Als Waffe benutzt er eine zweihändige Axt.
Das walische Runengedicht sagt:
Der Grimmigste der Götter ist der kampfeseifrige Höggr
Krieg und Weh bringt er, doch füllt er die Sitze an Walis Tafell
Auf der Waffe Blatt zeichne das grimmige Mal
und Kraft und Mut begleiten den nimmermüden Krieger.
Andere Namen für Höggr sind sind Hugrir, Stridfoeryr, Gifrass oder Snithár
Höggr ist der Gott des Krieges und Kampfes. So besitzt er die mächtigste Waffe unter den Göttern, die Axt, die er Ondfirryr. Mit ihr stürzt er sich immer in die Mitte der Schlacht und entfacht die Kampfeswut in den Kriegern. Wenn seine Waffe, trifft, klingt es wie Donner und Blitze zucken auf. Erzielt seine Seite einen Sieg, so lacht er vor Freude, dass die Winde brausen. Auch herrscht er über die Meere, die kriegerisch gegen das Land anwüten und die Stürme, die aus dem Himmel Eis und Schnee herab wehen.
Er gerät leicht in Wut und dann wallt das Meer getrieben von Stürmen auf und wehen Schnee- und Eisstürme über das Land. Wenn er einmal in Wut geraten ist, ist er nur schwer zu bändigen. Nur Aelf ist dann in der Lage, ihn zu beruhigen. Sie braucht ihn nur leise bei seinem Namen zu rufen.
Die Aufgabe Höggrs ist es, die Welt vor den Riesen aus der Erde und den Djofullir zu schützen. Für den Kampf gegen diese Wesen hat Alswidr ihm ein Paar Armschienen, gemacht hatte, die seine Stärke verdoppeln. Trägt er sie, so kann er Riesen durch seine schiere Kraft besiegen und ist ihnen darin mehr als gewachsen. Im Kampf reitet er auf einem Thrumar namens Fyrsvipa, einem Mischling zwischen einem Thrumar und einem Djofullier. Wird Fyrsvipa im Kampf getötet, so verbrennt ihn Höggr auf einem Holzstoß und das Tier ersteht neu und unversehrt aus dem Feuer. In vielen Kämpfen wird Höggr von einem goldenen Eber begleitet.
Siehe auch:
- Wie Höggr das Urrfeuer in die Erde zwang
- Wie Höggr den Himmel trug
