Seeschlachten
Die Wali sind ein Volk der Seefahrer geworden. Daher ist es nur natürlich, dass auch auf dem Wasser größere Kämpfe ausgetragen werden, die Seeschlachten. Man erwartet, dass es bei Seeschlachten nur in Ausnahmefällen zum Nahkampf kommt. Tatsächlich spielt der Fernkampf zwar eine größere Rolle als auf dem Land, aber die walische Taktik führt dazu, dass dennoch Nahkämpfe die wichtigste Rolle spielen.
Wenn eine Schlacht bevorsteht, werden die Schiffe zusammengebunden und man lässt die beiden Reihen aufeinander zutreiben und hilft mit den Rudern nach, bis sie gegeneinander stoßen. Nun werden die feindlichen Schiffe ebenfalls festgebunden oder mit Enterhaken gehalten und über die Bordwände hinweg kommt es zu dem üblichen Nahkampf. Es können sogar kleine Schildwälle vorkommen. So wird ein Schiff nach dem anderen erobert (oder auch verloren), bis eine der beiden Seiten genug hat und versucht, sich abzusetzen. Eine Zeit lang wird noch aufeinander geschossen, doch dann räumt der Verlierer das Feld.
Bei Kämpfen nahe einer Küste kann es vorkommen, dass beide Seiten die Schiffe auf den Strand auflaufen lassen und dort den Kampf nach herkömmlicher Weise fortsetzen. Die Schiffe dienen dabei, sofern notwendig, als Fluchtmöglichkeit.
Wichtig ist, vor dem Kampf die Segel zu bergen, denn sonst kann ein ungünstiger Wind die Flotten auf Untiefen und Klippen treiben oder sie gar kentern lassen.
