Schlacht der Tränen
Die Schlacht der Tränen war die erste Schlacht während des Dritten Rukr-Krieges und wurde beinahe zu einer vernichtenden Niederlage.
Etwa fünfzehntausend Waljar machte sich im Spätsommer über das Hochland von Yggrgard Richtung Urrspalt auf den Weg, ohne genaueres über die Stärke und den Standort der Rukr zu wissen. Nordöstlich des Ortes, an dem später Sestat liegen sollte, wurden die Waljar zum Kampf gestellt. Ihnen gegenüber standen vierzigtausend Rukr. Und obwohl die Rukr wesentlich besser ausgebildet und gerüstet waren als früher und die getreuen Draugar des Feuerbringers praktisch kaum zu töten waren, drohten sie zu unterliegen. Dann tauchten jedoch fünftausend weitere Rukr auf Vargen, ein für die Waljar beunruhigender Anblick, in deren Rücken auf und sie wüteten schrecklich. Dennoch gelang es dem Jarkhan seine Männer zusammen zu halten und es sah, wenn auch mit hohen Verlusten, nach einem Sieg aus.
Dann jedoch setzte der Eldurgefja, der Feuerbringer, seine Magie ein. Da begannen die Waljar sich zurückzuziehen, und nur das Wort des Jarkhan, der inmitten seiner Húscarle wie ein Fels stand, sorgte dafür, dass daraus keine Flucht wurde. Dennoch starben viele Waljar, bis sie endlich über einen Fluss setzen konnten und die Wälder erreichten. Und wenn nicht Skar-Wölfe erschienen wären, um die Rukr in Unruhe zu versetzen, wäre niemand aus dem Wald entkommen. Doch auch so gelang es nicht mehr als eintausendfünfhundert Waljar, die Sicherheit zu erreichen. Diese Schlacht wurde später die Schlacht der Tränen und der Fluss Sulvatnar, über den sie sich nach Graeborg retteten, in diesen Geschichten das Blutwasser, das Blodvatnar, genannt. Damals starben mehr als dreizehntausend Männer, die Blüte der waljarischen Krieger. Damit wurden die Menschen, nachdem sie auch Graeborg aufgeben mussten aus dem Inneren Waligois für Jahre vertrieben. Bevor sie jedoch abzogen, gingen sie noch einmal auf das Schlachtfeld und bestatteten ihre Toten unter einem Hügel, auf den sie die toten Rukr häuften und verbrannten. Dort wurde ein Stein errichtet, der von der Schlacht berichtet und der Hügel wurde in späterer Zeit als der Beindustihaugr, der Knochenstaubhügel bezeichnet.
