Nyr (Stadt)
Nyr liegt nördlich von Yggrgard und gehört dem Thufrabrimi, dem Hügelmeerviertel, des Hochlandes an. Nyr wurde im Sommer 2671 (1029 n.Kr.) von Pelztierjägern gegründet. Der Ort wurde so gewählt, dass er den nördlichen Handelsweg berührt. So wuchs er daher bis heute zu einer bescheidenen Größe heran. Die Leute aus Nyr bezeichnen den Ort als „Stadt“, aber mit weniger als eintausend Bewohnern ist dieser Anspruch nicht gerechtfertigt, zumal der größte Teil der Häuser dort eher als Zelte bezeichnet werden kann. Während der wolsichen Besatzung haben es die Invasoren niemals für nötig befunden, den Ort zu besetzen. So wurde damals Nyr Sammelpunkt für viele freiheitsliebenden Wali, von denen einige später auszogen, um Fjordborg zu errichten.
In der Gegend von Nyr haben sich Rentierzüchter angesiedelt, die dort das Fleisch und die Felle dieser Tiere gegen andere Güter wie Getreide oder Met eintauschen. Jäger stellen Fallen, jagen die wilden Wisente, und gelegentlich auch den einen oder andern Mikill, den Mammut. Die Wanderungen der Mikill führen diese im Winter von Mikillheim, dem nördlichsten Viertel im Atlierland weiter nach Süden, so dass sie Nyr nahe kommen. Gelegentlich wird ein Mikill-Kalb lebendig gefangen und gezähmt. Dieses wird dann dem Einnher als Kriegs-Mikill verkauft oder zum Bewegen schwerer Lasten eingesetzt. Da jedoch die Mikill ihre Jungen mit allen Mitteln verteidigen, gelingt der Fang nur selten und ist nicht ungefährlich. Auch kann es vorkommen, dass eine Mikill-Herde versucht, das Junge zu befreien. Auf diese Weise ist Nyr bereits zwei Mal angegriffen und teilweise zerstört worden.
Den Leuten aus Nyr wird nachgesagt, sie würden die größten Trunken- und Raufbolde der Wali hervorbringen. Angesichts der Ereignisse während der berüchtigten Wettrinken des Einnhers, der ausschweifenden Metverkostung in Taihartu oder den wochenlangen Honigfesten in Nya Askivik ist diese jedoch eher anzuzweifeln.
