Yfirgera
Yfirgera, der Entwirker, entstand als das verfluchte Schwert Svidar die Seele des Radswidr trank und dafür eine andere Seele in den Körper hineinbrachte. Seit dem ist der Yfirgera derjenige, der auf der Welt den Untergang der Menschen und der Welt vorantreibt. Denn wenn eines Tages Yfirgera erneut durch Svidar sterben wird, beendet Ekki seinen Gesang, was zum Ende der Welt führen wird.
Yfirgera wandert in verschiedenen Gestalten über die Welt. Seit seiner Werdung ist er nach außen hin zwiespältig, noch verhaftet mit der Form des Gottes Radwidr nimmt er diese gelegentlich an und handelt dann entgegen seinen anderen Zielen. Dies reicht jedoch nur aus, das Erreichen der Ziele des Yfirgera zu verzögern. Wird dies dem Yfirgera klar, gerät er in Raserei gegen sich selber und fügt sich selbst Wunden und Schläge zu. Nach einer solchen Selbstrache wandert er verhärmt und verletzt über die Welt und ähnelt mehr einem kranken und dem Tode nahen Wesen. Zumeist weiß er jedoch von seinem Schicksal und hat es angenommen. Ist er mich sich selbst im Reinen, so nimmt er die Form verschiedener, lebender Menschen an und verursacht dort, wo er wandert Streit, Boshaftigkeit, Verschlagenheit, Intrigen und Lügen. In diesen Zeiten ist der Yfirgera der Feind der Menschen und bringt ihnen Unheil, wo er kann. Des weiteren hilft er den Feinden der Götter, den Daudurja und Djofullir dabei, ihre Sendboten in die Welt zu bringen. Was diese Verbündeten jedoch nicht wissen ist, dass nicht nur den Untergang der Götter sondern der ganzen Schöpfung plant und somit auch den der Daudurja und Djofullir.
Will er schnell durch die Welt reisen, so nimmt er die Form eine Nacht-Falken oder schwarzen Wolfes. Will er sich heimlich bewegen, so wählt er die Form einer Ratte. Alle Tiere dieser Rassen folgen seinem Willen und tragen ihm Nachrichten aus der Welt zu.
In den Dichtungen der Wali wird der Yfirgera auch tramr (der Unhold), hvimleidyr (der Verhasste), fyrirfaryr (der Verderber) oder skoedr (der Unheilbringer) genannt.
Obwohl niemandem wohlgesonnen wird der Yfirgera gelegentlich von Menschen angerufen, die von den Wali zu den ynverdyren gezählt werden. Sie wollen Unheil und Not über ihre Feinde bringen ohne dabei selbst Hand anzulegen. In ihren Gebeten an den Yfirgera wollen sie nur seine Aufmerksamkeit auf das Ziel ihres Hasses lenken. Damit dieser sich nicht gegen den Betenden wendet, versuchen sie ihre Identität zu verbergen, indem sie entweder wie Tiere verkleiden oder die Gebete in verschlossenen Erdhöhlen verrichten.
