Skakastafrim
Es gibt ein Spiel, das als Skakastafrím, das „Schüttelstabreimen“, bezeichnet wird. Dieses ist ein Dichterspiel, dass auf dem Kurzmaß aufgebaut ist. Dieses Spiel ist im Volk sehr beliebt und wird besonders an Abenden, im Winter und auf langen Schiffsreisen gespielt. Manchmal werden dabei beachtliche Ergebnisse erzielt.
Hierzu werden in einen Behälter Holzmarken mit Runen gelegt, wobei einige Runen, für die es kaum Stabwörter gibt, beiseitegelassen werden. Nun einigt man sich auf ein Thema und schon geht es los. Der Erste zieht eine Marke und bildet eine Zeile im Kurzmaß, wobei der Stab auf die gefundene Rune lautet. Nun ist der Nächste an der Reihe und so weiter. Man muss sich zum einen an das vorgegebene Thema und zum anderen an der vorherigen Zeile orientieren. Durch Mehrheitsentscheid der anderen Spieler wird bestimmt, ob die neue Zeile angenommen wird. Das Spiel endet, wenn alle Runen gezogen sind oder jemand keine Zeile bilden kann. Gewonnen hat der, der die wenigsten Worte gebraucht hat.
In einer anderen Variante werden die Runen zurückgelegt, wenn eine Strophe, also vier Zeilen gebildet wurden und das Spiel endet, wenn jemand nicht in der Lage ist, eine Zeile zu bilden oder wenn eine zuvor hinzugefügte leere Marke gezogen wurde.
Eine Verschärfung ist die Vorgabe, eine Zeile in einer vorgegebenen Zeit zu bilden. Gemessen wird die Zeit mit aus Beutegut stammenden Sanduhren oder durch das Auslaufen eines mit Wasser gefüllten Behälters, in dessen Boden ein kleines Loch gemacht wurde.
