Weltenschöpfung
Die Schöpfung der Welt geschah in zwei Phasen, zuerst die „Schöpfung (skappa)“, während der das Universum und die Welt von Ekki durch das Urkvaeði geschaffen wurde und in einem zweiten Schritt die „Formung (motyr)“ der Welt und der Menschen durch die Götter.
Über die Schöpfung, die skappa, sagt die Skappa Saga, dass Ekki aus dem Urfeuer das Allheim und damit die gesamte Existenz schuf. Ihr gibt er Form und Halt durch das Lied, das Urkvaedi, das er stetig vom Beginn bis zum Ende der Existenz rezitiert. Durch Veränderung dieses Liedes rief er göttliche Wesen in die Welt, die auf der Welt die Grundlage für Leben schufen, indem sie Luft und Wasser dorthin brachten und durch Felsbrocken aus dem Weltenraum Land über den Wassern schufen. Als dies geschehen war, veränderte Ekki sein Lied erneut und auf der Welt sprossen Pflanzen und Tiere, darunter auch die Menschen, die damals noch keine Seele hatten und sich daher von den Tieren nicht unterschieden.
Die vorgeformte Welt, die bereits erstes Leben aufweist wird von den Göttern in Besitz genommen. Während dieses Aktes wird die Welt durch die Formung, die motyr, den Vorstellungen der Götter angepasst. Hier besagt die Skappa Saga, dass sich die walischen Götter einen umherziehenden Menschenstamm auswählten und sie mit Seelen versahen. Damals nannten sie sich Waljar. Daraus wurde später das Volk der Wali.
Die myrnungyr edda, die Jüngste Edda, geht dort auf weitere Einzelheiten ein. So sollen die Götter nach der Ankunft auf der Welt nur Wasser vorgefunden haben. Das Land schuf Alswidr, indem er Getreide ins Meer warf und die erste Menschensippe aus seinem Ger. Das Land war flach und die Menschen fürchteten die Götter. Dies missfiel Wali, dem Ältesten der drei Götterbrüder. Da schuf Höggr ein Menschengeschlecht aus seiner Axt und dieses war wild und unbeugsam und zeigte keine Angst vor den Göttern. Dieses Volk nahm Wali unter seinen Schutz und gab ihnen Seelen. Sie nannten sich nach ihrem mächtigsten Gott Wali. Dann warf Höggr das Fleisch eines Thrumar ins Wasser und daraus entstand das wilde und raue Land Waligoi, in dem die Wali ihre Heimstätten errichteten.
