Herstkeri
Der Name Herstkeri bedeutet Wilder Mann. Herstkeri ist ein Wesen, das einsam in der Wildnis lebt, sich im Winter notdürftig in Felle kleidet, im Sommer jedoch nackt ist oder sich mit Blättern bedeckt und sich oft wie ein Wahnsinniger benimmt. Ist er wütend, so tobt er durch Wälder, zerbricht Bäume, als seien sie Strohhalme und wirft Felsen, als seien sie Kiesel. Ist er froh, läuft er oftmals lachend, singend und tanzend durch die Wildnis. Aus der Ferne wird er oft auf hohen Felsen gesehen, wie er mit Adlern und anderen Vögeln spricht, nennt Thrumari seine Brüder und Wölfe seine Vettern. Gleichzeitig ist er ein Schützer der Natur und auch der Menschen, die sich darin bewegen, sofern sie sich nicht unnötig zerstörerisch benehmen. Der Gesellschaft von Menschen hält er sich zumeist fern. Wenn diese sich nicht vermeiden lässt, kleidet er sich zumeist wie ein fremder Wanderer und zieht weiter sobald dies möglich ist.
Berichte über Herstkeri gibt es seitdem die Wali in Waligoi wohnen. Beachtenswert ist, dass berichtet wird, die Rukr würden ihn fürchten wie einen Mikill-Bullen. Die Wali sehen ihn nicht als Bedrohung oder Feind an, nehmen die Geschichten jedoch zum Anlass, aus der Natur nur zu nehmen, was sie für ihre Bedürfnisse brauchen.
Es gibt Vernutungen, dass Herstkeri Gryggr ist, wenn der sich den Menschen fern hält. Andere Geschichten sagen, er sei der Sohn des Gottes Wali und einer Menschenfrau. Es wird sogar vermutet, dass er Radswidr sein könne, der gegen den Fluch des Schwertes Svidar ankämpft.
Es gibt genügend glaubwürdige Berichte über ihn, so dass man Herstkeri nicht als Märchenfigur abtun kann. Er meidet zwar die Menschen, hilft jedoch, wenn die Not groß ist. So erlangte er den Ruf, ein Freund der Wali zu sein. Ob er eine feste Heimstatt hat oder wie die Waljar nomadisch durch die Welt wandert, ist nicht bekannt.
Sieh auch:
- Herstkeri und der Zauberer
