Runen

Da es nur wenige überlieferte Dokumente gibt, die in walischen Runen geschrieben sind, stammen die überlieferten Runenreihen alle von Inschriften auf Gegenständen und Runenstei-nen. In einigen Fällen hat der Runenkundige, um die Wirkung der Runen zu verstärken, die komplette ihm bekannte Runenreihe mit eingeritzt. In anderen Fällen handelt es sich um Übungsstücke von Lehrlingen eines Godhi.

Es gibt drei überlieferte walische Runenreihen, die sich untereinander jedoch sehr ähnlich sind. Die beiden ersten sind die Altwalische Runenreihe (24er-Reihe) aus dem Bognarenland und die Wesliche Runenreihe (26er-Reihe) aus Neu-Westurgoi, die oftmals auch als Ge-brauchschrift verwendet wurden.

Die dritte Runenreihe, die sogenannte Nywalische Runenreihe (32er-Reihe) ist tatsächlich die älteste der Reihen und im walischen Siedlungsgebiet am weitesten verbreitet. Sie ist die Runenreihe, die von Godhen zur Vorhersage von Ereignissen herangezogen wird. Sie enthält neben den üblichen Runen noch fünf Götter-Runen und eine Machtrune.

Jeder Vers des walischen Runengedichts ist einer der Runen der 32er-Reihe zuordenbar. Damit sind die Runen der 32er-Reihe mit der magischen Wirksamkeit der Runen als von den Göttern der Wali gesandtes Kommunikationsmittel verbunden. Die Kunst, Runen gemäß ihrer potenziellen Wirkung einzusetzen wird Seidr genannt.

Walische Runenreihen

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