Tammi

Bevölkerung

Aussehen und Volkszugehörigkeit

Die Tammi sind hellhäutig, kleingewachsen, vom schlanker Statur, schwarzhaarig und blauäugig.

Als Kleidung werden im Norden Pelze und Felle getragen. Im Süden des Landes trägt man reich bestickte Leder- oder Stoffbekleidung. Die Kleidung ist sehr farbenprächtig.

Wirtschafts- und Siedlungsform

Die Tammi sind überwiegend Nomaden, lediglich in Torala, Väinä und einigen Dörfern ist die Bevölkerung sesshaft.

Mit ihren kuppelförmigen Zelten aus Fellen ziehen die Nomaden im Frühling nach Torala ins Sommerlager. Im Herbst ziehen sie dann wieder nach Väinä und zum großen Fluss Rog ins Winterlager. Ihre großen Rentierherden werden dabei mitgetrieben bzw. die Menschen folgen den Herden bei ihren Wanderungen.

Die sesshaften Tammi betreiben an der Norküste Fischfang und im Sud Ackerbau und Viehzucht. Die Häuser sind ausnahmslos aus Holz gebaut.

Städte und Provinzen

Das Land Tuominen liegt auf Urassu zwischen Waligoi und Klingol.

Torala und Väinä sind kleine Städte mit höchstens hundert Einwohnern. Sie dienen als Treffpunkt der Nomaden.

Gesellschaft

Religion und Magie

Schöpfungsmythos: Die Tochter der Luft läßt sich ins Meer hinab, wo sie von dem Winde und den Wogen geschwängert zur Wassermutter wird. Eine Ente baut ihr Nest auf ihrem Knie und legt dort Eier. Die Eier rollen ins Meer hinab und zerbrechen, aus ihren einzelnen Teilen entstehen Erde, Himmel, Sonne, Mond und Sterne.

Die wichtigsten Götter:

Tuori - Der Herr des Totenreiches.

Kave - Die Tochter der Luft.

Ukko - Der höchste Schöpfer, der Herr der Himmelslüfte.

Vipunen - Der Herr des Grausens.

Der Geist der Tiere und Menschen stirbt nicht, sondern geht nach dem Tode in die Umwelt der Lebenden ein. Er geht durch Wärme und Kälte zum Wasserfall im Totenreich. Solange der Geist dort verweilt, hat er Macht im Guten wie im Bösen.

Die Schamanen können sich, wenn sie die Kylli spielen und dabei Zauberlieder singen, in einen Trancezustand versetzen, in dem sie dann mit ihrem Geist ins Reich der Toten gelangen können, wo sie von den Geistern der Tiere und Toten Rat und Hilfe erlangen können.

Die Tammi sind bei ihren Nachbarvölkern als Zauberer sehr gefürchtet. Sie bedienen sich dabei der Wortmagie. Die Kenntnis des Namens einer Pflanze, eines Tieres oder eines Menschen verleiht dem Zauberer Macht über den Namensträger.

Regierung und Verwaltung

Es gibt keine zentrale Regierung, sondern eine Einteilung in Stämme, die von einem Kreivi angeführt werden. In Zeiten großer Not oder von Kriegen wählen die Kreivi einen Herttus, der dann oberster Anführer aller Tammis ist.

Heer und Bewaffnung

Es gibt kein stehendes Heer. Im Kriegsfall werden die wehrfähigen Männer vom Herttus und den Kreivi zu den Waffen gerufen.

Als Waffen werden Dolche, Bögen, Äxte und harpunenartige Lanzen verwendet.

Währung

Es gibt keine Währung in Tuominen. Wenn überhaupt wird Tauschhandel betrieben.

Handwerk

Bei den Nomaden hat sich kein spezielles Handwerk gebildet, lediglich in den Städten und Dörfern findet man Schmiede, Weberei, Töpferei, Beinschnitzerei und Schmuckherstellung.

Handel und Verkehr

Es gibt kaum Handel in Tuominen, da fast alles selbst hergestellt wird. Wenn überhaupt wird der Handel im Sommer- und Winterlager abgewickelt.

Tägliches Leben


Musik

Musik auf der Kantele, einem Zupfinstrument mit 5 Saiten. Die Kylli ist ein mit Leder bespannter Rahmen, auf dem mit Knochen getrommelt wird.

Dichtung

Die Tammi beherrschen zahlreiche Zaubergesänge. Fremden gegenüber werden diese Lieder niemals ganz vorgetragen, damit diese nicht zaubern können.

Auch außerhalb der Magie wird gerne gesungen. Die Lieder greifen Stimmungen aus der Natur und Ereignisse des Lebens auf.

Gebräuche

Die Toten werden auf Gestellen in freier Natur aufgebahrt. Diese Plätze sind heilige Orte. Niemand darf die Ruhe der Toten stören.

Speisen und Getränke

Fleisch, Käse, Wurzeln, Beeren, eine Art Brot, Milch, Wasser und Bier.

Sprache und Schrift

Gesprochen wird das Tammische. Als Schrift dienen Runenzeichen.

''Das Tammische ist eine Mischung zwischen Schwedisch, Finnisch und Samisch.''

Namensbeispiele

Ahti, Aino, Hiisielen, Ilmarinen, Joukahainen, Kalervoinen, Kullervo, Lemminkainen, Louhi, Mülkki, Pohjola, Toruni, Tuonela, Tuoni, Väinämoinen.

Geschichte

Geschichtliche Daten zu den Tammis sind spärlich, die bisher gesicherten Ereignisse stammen aus den Überlieferungen der Nachbarländer oder der Eroberer Tuominens.

    • 1010 nKr vermelden Quellen aus der Kanzanai einen Überfall räuberischer Horden aus dem Nor, durch welche das kanzanische Reich "in Bedrängnis gerät", zumal San Brande vom klingolaskischen Falkenstamm im Kampf gegen die Angreifer fällt. Bei jenen handelt es sich offensichtlich um Verbände der Tammi, möglicherweise im Bund mit Gruppen der Kitharier.
    • 1012 nKr San Baldur erschlägt den "Häuptling der Tammi", worauf die Raubzüge enden.
    • 1021 nKr Tuominen wird Teil des von Waligoi geführten Hymir-Bundes.
    • 1032 nKr In einer Liste der Fürsten und Heerführer des Walischen Imperiums werden der ''Kreivi'' Mälkki von Väinä und der ''Herttus'' Toruni von Torala erwähnt.
    • 1033 nKr fällt Tuominen an Wolsan und bleibt bis zum Einbruch der Finsternis Bestandtteil des Löwenreiches.

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