Sippen

Neben den Stammesverbänden, die jeher überliefert wurden, beeinflussen vor allem Sippen das gesellschaftliche Leben der Wali. Seitdem in der neueren Zeit die bisher strikte Trennung der Stämme durch Auswanderung und Umsiedlung aufgebrochen wurde und diese langsam an Einfluss verlieren, haben die Sippen erheblich an Einfluss gewonnen.

Sippen sind Verbindungen von Familien gleicher Abkunft. Zwar werden, sogar bevorzugt, unter den mächtigeren Sippen oftmals Heiraten vereinbart, aber dabei wird immer deutlich gemacht, welcher der Ehepartner jeweils in die andere Sippe übertritt.

Die Bildung dieser Sippen begann in der Zeit der Landnahme in Waligoi und hat sich bis heute fortgesetzt. Mittlerweilen haben sich einige der Sippen eine beachtliche Machtposition gesichert, die sie eifersüchtig verteidigen. Diese Macht basiert gleichermaßen auf Einfluss bzw. Verbindungen und Reichtum.

Die älteste der Sippen, die schon seit dem ersten Khan Wegtam (siehe Herrscherliste) existiert ist die Sippe der Byrjun, die die Sippe des Wolfsrudels ist.

Im Stamm der Atlier haben es die Sippe der Amilier und die der Awaren zu besonderer Macht gebracht. Unter den Gauten sind die Sippen der Skaten und Ljotaren weit verbreitet, etwas schwächer vertreten ist dort die Sippe der Eriker. Im Land der Heden sind die wichtigsten Sippen die der Gjeiren und Hjalten. Nach der Wiedererrichtung des Stammes der Bognaren, das heißt in den letzten 40 Sommern, haben sich die Sippen der Kjalkfaelen, die der Veidaren und die der Utortren besonders, jedoch nicht immer positiv, hervorgetan. Im Stamm der Beltyren hat sich bisher aufgrund seiner vielfältigen Zusammensetzung keine Sippe als mächtig erwiesen.

Die Familie und die Sippe ist dem Wali heilig und sie stellt seinen wichtigsten Schutz in den Unbilden dieser einfachen Zivilisation dar. Jede der wichtigen Sippen hat sich einen Anführer gewählt, der für Ordnung innerhalb der Sippe und für deren Vertretung im Volk und den Gremien der Wali sorgt. Der Titel dieses Anführers ist „hófar“ bzw. „hófyr“. Ein hófur / eine hófyr bleibt Anführer, bis er aus Altergründen zurücktritt oder bis er stirbt.

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