Sestat
Sestat ist eine Stadt in Zentral-Waligoi (Alte Welt), gelegen am See Sulsjurdar ("klarer See"), durch welchen der Fluss Blodvatnar/Silvetni fließt.
Sestat liegt nicht auf festem Land, sondern ist auf Pfählen in den See gebaut. Man verzichtet dort auf Befestigungen, denn der einzige Zugang ist eine Brücke, die leicht abgebrochen werden kann. Daher gilt die Stadt in Kriegswirren als relativ sicher.
Von Sestat führen Handelsrouten nach Varmborg am Yggrfjord sowie zur Hymir-Küste nach Boras (über den Fluss Silvetni).
Sestat brachte in seiner Geschichte zwei bekannte Skalden Waligois hervor: Astrer, geboren 17 vEdF, und Ulfur, geboren 3 ndF, der zudem als Godhi der Gauten wirkte.
In der Geschichte Waligois war Sestat "seit langem" als Dorf bekannt. Als nach dem Falkenkrieg (ab 1022 nK) die Siedlungen in Waligoi eine starke Zuwanderung von Landleuten erfuhren, wurden einige Dörfern so groß, dass sie fortan als Städte galten. Im Verlauf des Riesenkrieges griff Wolsan Waligoi an (ab 1034 nK). Den Wolsi gelang es, alle wichtigen Zentren Waligois zu besetzen. Viele Wali gingen in den Widerstand und kämpfen gegen die Willkür und Benachteiligung durch die Besatzer. In dieser Zeit erlangte Sestat den Status einer Stadt und wird in den Jahren der Besetzung, neben Fjordborg, Varmborg, Friedborg, und Tanstat ein Zentrum des Widerstandes. Wolsische Expeditionen ins Landesinnere, diese und andere Orte zu finden und zu besetzen, blieben erfolglos, die nach Sestat verschwand sogar spurlos, wofür allerdings die Rukr verantwortlich waren. Nach einer weiteren Expedition wird Sestat für kurze Zeit als Gerücht abgetan. Als jedoch der Statthalter der Wolsi in Yggrgard von einem Wali getötet wurde, erlegten die Wolsi von dem gefangenen Attentäter durch Folter genauere Informationen über die Lage der Stadt und eroberten Sestat kurz darauf, um den Widerstand zu schwächen. Viele der Bewohner flüchteten und schlugen sich nach Varmborg durch, wo sie Unterschlupf fanden.
In der Dunklen Zeit, während des Vierten Rukr-Krieges griffen die Rukr kleinere Orte und Siedlungen im Umkreis um den Urrspalt an. Zu Beginn des Krieges kam es zur Schlacht bei Sestat, wonach sich das Fylking, das örtliche Volksheer, dieses Gebiets nach Sestat zurückziehen musste. Die Stadt selbst konnte wegen ihrer Pfahlbauweise im Sulsjurdar nicht von den Rukr angegriffen werden. So zogen die Rukr sich wieder zurück, nachdem sie das gesamte Umland von Sestat verheert hatten. In dieser Zeit vertrieben die Rukr viele Wali aus dem Inland und zerstörten Höfe und Dörfer, wo sie nur konnten. Im spätere Verlauf des Krieges zogen die Wali, von den Rukr unbemerkt, große Truppenkontingente per Schiff in Sestat und Drakstat zusammen. Aufeinander abgestimmt marschierten sie Richtung Urrspalt und reinigten das umliegende Land von den Rukr.
