Isströndr
Die Halbinsel Isströndr in Nor Waligois ist der unwirtlichste Ort in ganz Waligoi. Die Halbinsel bildet die nördlischste Spitze Waligois und sie ist flach wie ein Brett, sie wird auch Isbitjurd, Eisschollenland genannt. Dadurch ist sie den Norwinden schutzlos ausgeliefert. Der Boden ist selbst im Hochsommer immer noch mehrere Fuß tief gefroren. Nur entlang der Küste ist ein schmaler Streifen durch die warme Meeresströmung dann verschlammt. Im Winter sind aber selbst die Küstengewässer mehrere Schritt dick vereist so dass der Issfjord und auch die anderen vorgelagerten Inseln zu Fuß erreicht werden können. Der Schnee türmt sich dann mehrere Mannslängen hoch, in den meisten Wintern sogar höher als eine Schiffslänge.
Von dem Felsen aus auf dem die gleichnamige Feste steht entspringen aus heißen Quellen drei Flüsse: der Tokadrvatnur, das Nebelwasser, der durch die weiten des Isbitjurds fließt und das Land herum immer in dichten Nebel taucht. Sein Wasser gelangt erkaltet in die Isbuchtr. Das Heißwasser, der Heitadvatnur mündet mit seinen immer noch warmen bis heißen Fluten in den Heitadfjord der auch von den Gysurvatnur, aus den Groenbygr kommend, gespeist wird. Und der Lyrdvadnur, das Warmwasser, sorgt zumindest im Sommer dafür das auch der Isfjord eisfrei ist.
Die gleichnamige Feste entstand in der Zeit um den Ersten Rukr-Krieg. Die Spitze des Felsen auf dem sie errichtet wurde war selbst in den härtesten Wintern Schnee frei. So ragt er aus der Ebene hervor und auf ihm die ganz aus Stein erbaute Feste. Mit den Isfjord und den Ausläufern der Groenbrygr im Rücken und einem weiten, freien Blick auf den Endlosen Ozean. Warum die Waljar dort eine Feste errichteten verliert sich im Dunkel der Vergangenheit. Gleiches gilt für die Wachtürme die an den äußersten Spitzen der Halbinsel errichtet wurden. Auch sie halten Wacht auf den Endlosen Ozean. Doch bis heute werden sie hauptsächlich von Bognaren bemannt, die sich selbst als die Hyldirim, die Hyldirverschworenen, bezeichnen. Gerüchte sprechen davon, dass verschwundene Bognaren in Wirklichkeit die braunen Rüstungen der Hyldirim angelegt haben um so den Wali und dem Jarkhan im Nor zu dienen und das Land und das Volk im Sud vor den Bedrohungen aus dem Nor zu schützen. Einige behaupten sogar, dass sich Lögnar adhalmannr den Hyldirim angeschlossen habe.
Die Legenden, nach denen der Isströndr mit Thorgils Eisfeste identisch sei, können weder bestätigt noch dementiert werden. Vieles spricht dafür, genauso vieles dagegen. Belegt ist, dass ein nicht unbescheidener Schlag gegen die Horde der Finsternis vom Isströndr aus ausgeführt wurde.
