Alswidr

Alswidr, früher auch Alvadar genannte, entscheidet über den Lauf von Sonne, Mond und den Gestirnen und damit über Tag und Nacht, Hitze und Kälte. Er ist kunstfertig und brachte es zu einer unübertroffenen Meisterschaft in der Herstellung und Schaffung von Dingen. So hat er auch Walis Halle gebaut, in der die würdigen Wali unsterblich bis zur letzten Schlacht hausen. Seine Ehefrau heißt Dis.

Als Waffe benutzt er einen Ger. Der Hochsitz von Alswidr in Walis Halle wird Sekjár, der Sucher, genannt.

Das walische Runengedicht sagt dazu:

Des grauen Meeres Tiefen gehören           dem Sturmbringer Alswidr,

       der die Kinder des Wali                           herausfordert mit jeder Tat.

                 Auf des Schiffes Ruder                       und des Erntebringers Pflugschar

bringt Segen die Rune                            und gutes Gedeihen.

Andere Namen für Alswidr sind Alvadar, Firnsmidyr, Orðfoerir und Sekjár.

Alswidr ist Gott des Frühlings, der Fruchtbarkeit und damit des Bauern und seines Landes. Ebenso ist er der Gott der Kunstfertigkeit und Handwerks.

Er wird als Rechtsbeistand der Menschen vor dem Richter Wali angesehen. Er dient als Schlichter in Streitfragen und gilt als unparteiisch. Außerdem gilt er als Gott der Wärme, des Friedens und des Wohlstandes. Ebenso wird er in Zweikämpfen als Gewährleister gerechter Urteile gebeten.

Er reitet auf einem aus Gold gefertigten mechanischen Thrumar namens Gollfjall, den er selbst in seiner Schmiede fertigte. Wo dieses Thrumar seinen Dung fallen lässt, gedeihen die Felder im Übermaß und die Besitzer des Landes erlangen Wohlstand.

Dies Schmiede Alswidrs liegt unter dem Berg Smeighamarr. Dort stellt er all die wunderbaren Dinge her. Seine berühmtesten Werke sind sein Schiff Vidfara sowie die Waffen und Rüstungen der Götter. In der Schmiede arbeiten Zwerge und auch Menschen für ihn. Der berühmteste unter diesen ist Windalf, der ohne Wissen Alswidrs das Schwert Svidar schmiedete, welches zum Untergang der Welt führen wird.

Alswidr ist der einzige Gott der in das Urfeuer im Inneren der Erde gehen konnte um eine Seele zu retten. Selbst Hyldir war dazu nicht in der Lage. Diese Fahrt unternahm er mit dem Schiff Vidfara, das er eigens dazu gebaut hatte. Mit diesem konnte er durch Eis, Wolken und das Urfeuer segeln um von dort Wali von seiner Geistesreise zurück zu holen. Seit dieser Zeit werden mit diesem Schiff die würdigen Toten nach Veislaheim gebracht. Nichts kann seine Reise behindern, selbst im Winter tut sich das Eis vor ihn auf.

 

Siehe auch: Alswidrs Brautsuche

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