Askyr
Askyr liegt an dem kleinen Askyrsund auf einer relativ kleinen und flachen Grasebene namens Stridurflot oder Askyrflot, dem Grenzland, an der südöstlichen Küste Waligois. Diese Ebene liegt zwischen dem südlicher gelegenen Sumpf Myrkjurd und dem und dem nördlich gelegenen Wald Myrkvidr.
Gegründet wurde die Stadt im Sommer 2582 (940 nKr) während der Einwanderung der Heden in Waligoi unter dem Namen Haskyar. Seit dem ist sie fast aus dem Blick der Wali verschwunden, weil dort bis heute nahezu nichts geschehen ist. Askyr ist wie alle Städte im Hedenland eher ein fester Sammelpunkt der überwiegend halbnomadisch lebenden Heden. Dort führen ihre Züge regelmäßig vorbei um zu Handeln, Ehen zu schließen und Fehden auszutragen. Deswegen leben in der Stadt nur wenige Heden dauerhaft. Vielmehr haben sich ursprünglich dort Einwanderer, Handelskontore und in anderen Landesteilen als friedlos Geltende angesiedelt. Ihre Nachkommen wohnen nun dort und fühlen sich als Heden, was von den tatsächlichen Heden stillschweigend geduldet wird.
Durch die geschützte Lage ist dieser Ort vor vielen Wirrungen der Rukr-Kriege und der späteren Besetzung Waligois durch die Wolsi verschont geblieben. Was die Menschen aus Askyr jedoch am meisten stört, ist der Umstand, dass das Heer der Klingolaska unter Brenda I., dass zwischen dem Zweiten und Drittem Rukr-Krieg im Sommer 2595 (935 nKr) durch Waligoi Richtung Yggrgard zog, nur eine Wegstunde an Askyr vorbei kam, ohne es zu bemerken. Daraus resultiert dann auch das einzige in Waligoi allgemein bekannte Ereignis um diese Stadt, denn die Bewohner der Stadt stellten die verbliebenen zurück flüchtenden Einheiten der Klingolaska im Herbst des gleichen Jahres und ließen niemanden entkommen.
Askyr ist das Zentrum der auf dem Askyrflot beheimateten Bauernschaft unter denen sich eine Reihe von Gutsbesitzern bis in den Adel aufgeschwungen haben. Da die meisten der Mensch dort von harschem Gemüt sind, ist es nicht verwunderlich, dass es aus Stolz und Geltungsbedürfnis zu einer langen Reihe von Blutfehden und Rachetaten kam, die in den Sagas verzeichnet sind. Die berühmteste dieser Geschichten ist die Saga von der Jarl-Rache, der Jarlrekna Saga.
Die Stadt selber lebt von Ackerbau und Fischerei und den sonstigen für Wali typischen Aktivitäten, wie z.B. bewaffnete Handelsfahrten. Außerdem führt von Süden kommend ein landgebundener Handelsweg über Askyr weiter hinein nach Waligoi. Besonders begehrt sind die Stämme aus dem Myrkvidr, da sie, hier, im südlichsten Bereich Waligois wegen der milderen Witterung Umfänge und Längen aufweisen, wie sie sonst nur selten in Waligoi gefunden werden. Außerdem ist dies eine der wenigen Gegenden Waligois, in der auf den Äckern statt der sonst üblichen Getreidesorten Gerste und Hafer auch Weizen wachsen kann.
