Nyrorm
Nyrorm liegt an dem Nyr-Fjord, in den weiter östlich der Fluss Nyr mündet. Gegründet wurde die Stadt unter dem Namen Anarorm im Sommer 2583 (941 n.Kr.) während der Einwanderung der Heden in Waligoi. In den Anfangsjahren der Stadt war sie neben Greborg eine der Siedlungen auf den Handelswegen von restlichen Urassu nach Waligoi. Davon kamen damals viele Leute zu so viel Geld, dass sie ihren Reichtum durch prachtvolle Hallen zur Schau stellten. Heute jedoch sind viele dieser Hallen nicht mehr nutzbar oder werden als Ställe der durch die Heden verehrten Jakhs verwendet. Diese Jakhs sind nichts anderes als die Nachkommen der Thrumari, auf denen die Wali ritten, als sie noch durch das zentrale Urassu wanderten.
Nyrorm ist wie alle Städte im Hedenland eher ein fester Sammelpunkt der überwiegend halbnomadisch lebenden Heden. Dort führen ihre Züge regelmäßig vorbei um zu Handeln, Ehen zu schließen und Fehden auszutragen. Deswegen leben in der Stadt nur wenige Heden dauerhaft. Vielmehr haben sich ursprünglich dort Einwanderer, Handelskontore und in anderen Landesteilen als friedlos Geltende angesiedelt. Ihre Nachkommen wohnen nun dort und fühlen sich als Heden, was von den tatsächlichen Heden stillschweigend geduldet wird.
Das erste nach der Gründung überlieferte Ereignis fand im Sommer 2590 (948 n.Kr.) statt, als die Rukr im Ersten Rukr-Krieg angriffen, jedoch unter einigen Opfern zurückgeschlagen wurden. Seit dem ist abgesehen von der wolsischen Besetzung, die vom Sommer 2665 (1023 n.Kr.) bis zum Sommer 2691 (1049 n.Kr.) dauerte nichts mehr geschehen, was über die Stadtgrenzen hinaus erwähnenswert wäre.
Aufgrund seiner Abgelegenheit erlangte Nyrorm nie eine besondere Bedeutung. Die Stadt lebt von der Viehzucht auf den kargen Böden der Tiefebene um die Stadt herum und, ebenso wie Askyr, von dem Handel mit Holz aus dem südlich gelegenen Myrkvidr. Da aber die Bewohner in der Regel arm sind, sind sie nur zu gerne bereit, auf Schiffen mitzufahren, die ausziehen, den Reichtum in der Fremde zu erwerben oder sich in den stehenden Heeren großer Herren in Waligoi zu verdingen.
