Annarheim

An einem Fjord, der nordöstlich von Fjordborg und südlich der Eidret yr Draemur, der Trauminsel, liegt, befinden sich die Ruinen von Annarheim, der letzen Stadt der alten Annar. Nach ihnen wird der Fjord auch Annarfjord genannt.

Die Annar waren lange Zeit, noch vor der Ansiedlung der Rukr und der Ankunft der Waljar die Herren dieses Landes. Nach der Ansiedlung der Rukr durch die Töframenn überzogen diese die Annar mit Krieg und drängten sie im Lauf der Zeit an die südlichen Küsten des Landes zurück. Nachdem die Wali in Waligoi ankamen, zogen sich die Annar, die damals schon stark geschwächt waren, vor ihnen zurück. An diesem götterverlassenen Ort errichteten sie ihre letzte Stadt, die jedoch während des Ersten Rukr-Krieges zerstört wurde. Die letzten Überlebenden flüchteten nach Yggrgard und gingen im Volk der Wali auf. Von ihnen blieben keine Geschichten oder Sagen, nur an vielen Orten des Landes können auch heute noch Ruinen von durch die Rukr zerstörten Städten, Häusern und Festungen gefunden werden. Es wird aber gesagt, dass ein Annar, der Bregach genannt wurde, der Baumeister der ersten steinernen Mauer um Yggrgard gewesen sein soll, da die Annar in solchen Dingen damals eine höhere Kunstfertigkeit hatten.

Von Annarheim geblieben sind die Wände zerfallener Häuser und die Überreste der alten Stadtmauer. Gelegentlich finden sich dort Wali ein, die in den Ruinen nach vermuteten alten Schätzen graben. Manche werden fündig. Aber alle behaupten, dass es dort nicht geheuer ist, denn des Nachts sollen dort die Seelen der erschlagenen Annar umgehen und nach Rache heulen. So meinen sie, sei es besser nur des Tags zu suchen und des Nachts weit genug außerhalb der Ruinen an großen Feuern zu lagern.

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