Totenbestattung

Ihre Toten verbrennen die Wali üblicherweise, da das Ausheben von Gräbern in dem zumeist gefrorenen Boden sehr mühevoll ist. Ist nicht genug Holz oder Wasser für eine Brand- oder Schiffsbestattung vorhanden, werden Gräber ausgehoben, sobald der Boden auftaut.

Für besondere Persönlichkeiten kommt es zumeist zu einer Schiffsbestattung. In dieser wird der Verblichene mit all seiner persönlichen Habe und seinen Waffen auf einen Holzstoß gelegt, der auf einem Schiff liegt. Dieses Schiff wird nun in Brand gesetzt und aufs Meer geschoben.

Für die Toten großer Schlachten werden Hügelgräber errichtet. In diesen Gräbern werden den Toten Waffen, Gewänder und Nahrungsmittel mitgegeben, damit sie auf dem langen Weg zu Walis Halle bestehen können. Häufig werden sogar die Hände der Toten um ihre Waffen geschlossen, damit sie bei den Gefahren, die ihnen auf der Reise drohen, sich sofort wehren können. Über den Hügelgräbern wird meistens ein Baum gepflanzt und ein Runenstein gesetzt, der die Ereignisse benennt, zu denen dieses Grab errichtet wurde.

Der Tote bleibt auch nach seinem Tod Mitglied seiner Sippe. Diese hat für ein angenehmes Begräbnis zu sorgen und das Andenken an den Toten zu wahren. So wird die Grabstätte des Ahnen besucht und sein Ruhm besungen. Bei wichtigen Anlässen wird für die Ahnen ein symbolischer Tisch gedeckt, an dem sie zu Tisch gebeten werden.

Der Glaube der Wali ist, dass diejenigen, die nicht geehrt werden, die nicht ordnungsgemäß bestattet wurden oder einem Mord zum Opfer gefallen sind dazu neigen, als Draugar durch das Land zu ziehen, um Unheil zu stiften.

© 2019 Walische Webseite