Nya Askivik
Nya Askivik liegt an der Sudspitze des Lityrdkulfjords, der ein Nebenfjord des Kulfjords ist. Zwei Flüsse, der Tokurdvatnur der in den Lityrdkulfjord und der Askvatnur der in den kleinen Askfjord estlich Nya Askiviks mündet, durchschneiden die Stadt. Weslich befinden sich die beiden Heaeltjarhaed, die Grabhügel der Gefallenen des Ersten Rukr–Kriegs, auf halber Wegstrecke zu den Tryggbyrg.
Der Einmündung des Lityrdkulfjords gegenüber befindet sich Áskarstárdur. Der Ankerplatz in einer kleinen Bucht. Ein hoher Turm dort erlaubt einen weiten Blick in den Kulfjord. Feinde werden schnell erkannt. Per Lichtzeichen wird die Warnung an das Fjordboot, das sich in der Mündung des Lityrdkulfjords befindet, und nach Nya Askivik gegeben. Bei Sonnenlicht mit blankpolierten Bronzescheiben und ansonsten per Feuer. Die Besatzung des Fjordboots spannt dann eine große und schwere Eisenkette von einem Ufer zum anderen. Diese Schutzmaßnahme hat sich seit der Gründung Nya Askiviks bewährt. Unbekannte Schiffe die in Nya Askivik Handel treiben wollen müssen erst einmal Áskarstádur anlaufen und sich dort zu erkennen geben.
Beschreibung
Das eigentliche Nya Askivik liegt auf der Halbinsel die am Ende des Lityrdkulfjord, die durch die Stiegrelbuchtur und der Mündung des Tokurdvatnur gebildet wird. Von der Landseite her wird das Gamallurdboi durch eine hölzerne Palisade geschützt. In diesem Viertel steht die Große Thinghalle. Dort befinden sind auch die Stege und Lagerhallen der Händler der Wali und due Werkstätten und Wohnungen der vielen Handwerker. Auch haben viele bognarische Lánar und Adhal ihre Stadthäuser in diesem Viertel.
Zwischen den Flüssen Tokurdvatur und Askvatur liegt das Kyrturboi, das Handelsviertel, das an den engsten Landstellen durch einen Wall mit Palisaden geschützt ist. Vor der Brandschatzung durch die Veidaren stellten hier die Thurmari-Züchter und die Pelzhändler zu dem Märken und Things ihre Zelte auf den steinernen Grundmauern auf. Seit dem Sommer 2791 (1249 nKr) (29 ndF) zogen immer mehr Wali in die Stadt errichteten im Kyrturboi viele ihre Häuser und Werkstätten. So wurde das Viertel zur Neustadt.
Die Lagerstätten der Kjalkfälen und Veidaren, sowie aller anderen fahrenden Händler der Wali befinden sich im Nor zwischen der Palisade und dem großen Ringwall. Dieses Gebiet im Sud zwischen dem Askvatur und dem Ringwall und im Wes zwischen der Palisade und dem Ringwall wird das Byrgurboi genannt.
Ein besonderes Augenmerk verdient das Kjupurboi., das Knieviertel, so genannt da es durch den Mündungsbogen des Tokurdvatnur und dem Ringwall gebildet wird. Auf den drei vorgelagerten Inseln im Lityrdkulfjord ließen sich nach und nach nicht-walische Händler nieder. Daraufhin wurden diese Inseln Framling Eidret genannt. Zunächst wurden hier nur von Zeit zu Zeit. in zwischen jedoch schon kontinuierlich über das ganze Jahr alle walischen Handelsgüterdarunter auch Güter aus Neu-Westurgoi umgeschlagen. Nya Askivik betrachtet sich daher als das walische Tor zu den Völkern der Yddia und der Estlichen Welt. Das zeigt sich ganz besonders im Kjupurboi.
In den letzten Wintertagen beginnen in Nya Askivik die Vorbereitungen für die großen Fahrten die mit der Schneeschmelze beginnen und bis zum ersten Eis andauern.
Die überwachsenen und kaum noch zu entdeckenden Ruinen das alten Askiviken / Askivik liegen weslich entlang des Tokurdvatur dirkt vor dem äußeren Ringwall, sowie zum Teil im dort liegende Byrgurboi. Pragmatisch, wie die Bognaren nun einmal veranlagt sind, haben sie auf den dortigen Mauerwerken die Grundmauern für die Zeltstadt errichtet. Die Fragmente die noch im Kjupurboi zu finden waren sind von den Framlingen abgebrochen und zum Hausbau verwendet worden.
Geschichte
Im Sommer 2586 (944 nKr) gründeten die Woregnar die Stadt Askiviken. Damals war sie eher eine lose Ansammlung von Hütten und Häusern, die von wenigen hundert Woregnar bewohnt war. Viele der steinernen Grundmauern die später gefunden wurden, hielt man anfänglich für die Grundmauern von Häusern, so dass lange die Meinung herrschte Askiviken hätte mehrere tausend Einwohner gehabt. Doch diese steinernen Mauern dienten als Grundwerk auf dem die nomadischen Woregnar ihre Zelte zu den Markt- und Thingzeiten aufstellten. Als feste Bauwerke können aus heutiger Sicht nur die große Thinghalle, die Schmieden und gut zwei Dutzend kleinerer Häuser und Hütten gezählt werden, in denen einige Handwerker und die ersten Bauern der Woregnar sesshaft wurden. Zu jeder Sonnenwende versammelten sich die Woregnar in Askiviken um Thing zu halten. Dann konnte die Siedlung mehrere tausend Einwohner zählen.
Während des Sommerthings 2591 (949 nKr) kam der Überfall der Rukr, im Ersten Rukr–Krieg, als mitten in der Nacht 10.000 Rukr die Siedlung angriffen. Die Woregnar wehrten sich verzweifelt gegen die Übermacht. In dieser Schlacht wurden einfache Bauern und Handwerker zu Helden, die noch heute in den Liedern und Sagen der Bognaren weiterleben. Keiner von ihnen hatte die Schlacht überlebt. Auch wenn es ihnen gelungen war die Angreifer stark zu schwächen. Zusammen mit dem fast Zeitgleichen Überfall von 10.000 Rukr auf Vredebruk, der zweiten woregnarschen Siedlung wurde der Stamm der Woregnar fast vollständig ausgelöscht. Nur jene, die erst Tage später zu den Thingplätzen kamen waren dem Massaker entronnen. Sie zählten fast doppelt soviele tote Rukr wie Woregnar. Die Rukr-Leichen ließen sie einfach liegen. Doch für ihre Gefallenen errichteten sie zwei große Grabhügel zwischen der zerstörten Siedlung und der Hügel des Tyggrbyrg. Auf jedem der Hügel pflanzten sie vier Eichen für je einen für Wali, Höggr, Alswiddr und Hyldir.
In den vielen Sommern die kamen und gingen schliff der Seewind die Grundmauern. Der Wechsel der Jahreszeiten ließ kaum etwas übrig von der Siedlung. Sie waren zu Wüstungen geworden. So geriet Askiviken in Vergessenheit. Selten führte eine Herde Thurmari ihre Sippe dort vorbei.
Erst im Sommern 2674 (1032 nKr), mit der Zuwanderung von Atliern, Gauten und Heden die ihre Stammesgebiete auf der Flucht vor den Wolsi verließen, und sich am Kulfjord niederließen, wurde Askivik auf den Ruinen Askivikens gegründet. Doch der Aufbau der Stadt auf den Ruinen des alten Askiviken war kein gutes Omen. Kaum 15 Sommer waren ins Land gegangen, als im Frühsommer 2687 (1045 nKr) ein wolsisches Strafheer die Siedlung entdeckte. Eigentlich hatten die Wolsi nach Friedborg und Tanstat gesucht. Obwohl der Ringwall der Siedlung schon fast geschlossen war gelang es den Angreifern die hölzernen Palisaden zu überwinden. Dabei kam es zu einem Kampf wie es ihn seit dem Überfall der Rukr im Bognarjurd nicht mehr gegeben hatte. Tapfer kämpften die Wali unter der Führung von Jarl Olafur von den Utortren, Jarlin Björg von den Veidaren und Jarl Uthur von den Kjalkfälen, die kurz vor den Wolsi in Nya Askivik zusammentrafen um die Volksgruppen zu einem Stamm zu vereinen. Dieser Kampf wurde Später als „Die Schlacht der drei Jarle“ in den Liedern der Bognaren besungen. Trotz heftiger Gegenwehr wurde die Stadt völlig zerstört, die Jarle getötet und die Wiedervereinigung der Sippen rückte wieder in weite Ferne.
In ihrer Wut über den heftigen Widerstand der Wali ließen die wolsischen Krieger keinen Stein auf dem anderen. Sie verwüsteten das komplette Umland. Später ließ nur noch der Bewuchs erahnen wo einst die Stadt gestanden hatte.
Im Sommer 2767 (1125 nKr) (5 ndF), im 80. Sommer nach der Zerstörung durch die Wolsi gründen gautische und atlierische Bauern und Handwerker in der Nähe der überwucherten Ruinen von Askivik den Handelsplatz Nya Askivik. Trotz der sofortigen Besetzung durch die Horde der Finsternis wuchs Nya Askivik langsam aber stetig zum wichtigsten Handelsplatz der Bognaren in ganz Norest Waligoi heran. Von Tira (so der Name der Horde der Finsternis für die Stadt) starten auch die ersten Handels- und Raubfahrten der Bognaren in die Yddia und die Estliche Welt im Sommer 2790 (1248 nKr.) (28 ndF). Durch Werir Lögnar adhalmanners Entscheidung einen Jarl über das Isajurd einzusetzen, der kein Veidare war, zieht er sich den Ärger der Veidaren zu. Diese machten mit ihrem Überfall auf Nya Askivik, ihrem Unmut, der sich über viele Sommer aufgebaut hatte und an dem neben Lögnar auch die Hordlinge ihren Anteil hatten, Luft. Die Veidaren brannten die Stadt nieder. Deshalb musste zum ersten Mal seit der Gründung Nya Askiviks das große Winterthing der Wali an einem anderen Ort stattfinden.
Im darauffolgenden Frühling ließ Werir Mandrad adhalmannr die Stadt wieder aufbauen und mit einem großen weiten Ringwall zusätzlich befestigen.
