| Wali lenkt, Alswiddr waltet, Höggr zürnt, Hyldir erkennt, Lifur sieht,
| | Kluge lesen, Hohe weisen, Zeichen zeigen, Mensch erduldet Weise suchen.
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| Hohe Götter sahen sahen fest gesponnen Weilte der Hüter ahnte er voraus | | des Üblen Sehnen, des Argen Geflecht. in ewiger Halle, der Welt Verderben. |
| Ein böses Schicksal wenn spähend saß Halben da sandte nach Zeichen blicken
| | der Hohe schaute, auf höchsten Sitz. der weit Sehende, sollte der Bote. |
| Da gab Wolfsfell so zog ungesehen er sah verborgen, brachte kluges Sagen | | er dem Wanderer, der Halbe umher, was heimlich versteckt, zum ewig Sehenden. |
| Dem mutigen Menschen zürnen kalter Wind Der Alten Weisheit lange ward geplant | | droht vielerlei Mangel, und wildes Wasser. hilft hier wenig, die ungute Gabe. |
| Üble Runen fallen, hohe Berge brennen, Der Alten Weisheit Erkennt der Hohe | | helle Sterne folgen, feste Erde bebt. hilft nur wenig. des Feindes Handeln?
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| Unhold aber wirkt will böses Geschick wirkt üble Mächte schickt vielerlei Weh
| | in ewiger Wut, senden wieder Götter, gegen arglose Menschen, gegen wehrlose Welt.
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| Der Hohe sieht des Unholds Können Den geheimen Wegen sieht das Elend,
| | der Menschen Sorgen, sieht er kaum. folgt der Wolf, wer es ersann.
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| Nicht klar schauen wo der Verhasste Der Kriegsgott zürnt ruft alle Krieger
| | kann der Schnitzer, sich nun verbarg. in grimmigem Zorn, herbei zum Kampf.
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| Kampfrufe sie schrien, in ewige Hallen, Tief sah hinab Der grimme Walter
| | als Krieger schritten, den Göttern helfend. von hohem Sitz der ew‘gen Walstatt.
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| Da fragten Hohe ob andre wüssten auf dunklen Wegen in endlosen Höhen | | der Seelen Herrin, von Feindes Wirken in lichtloser Welt, der düsteren Himmel.
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| Sie aber schwieg, Oft sie nahten, Sie selber sah, doch ein Wort | | wollte nicht sprechen. sie redete nicht. was andre suchten, zerbräche die Welt. |
| Da kam Weisheit sie brachten Wissen Von dem Schwert, sagten die Waltoten | | von Kindern Wegtams, in Gottes Wohnstatt. der Welten Schicksal, vieles dem Wali. |
| So lief Wali in Wolfes Haut Brachte bald heim des Fuchses Scherz, | | auf felsigem Weg, er ging hinab. in seine Halle das üble Schwert.
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| Tief ins Grab ward nun gelegt Von Göttern beschützt, die verfluchte Waffe,
| | die üble Gabe, in zehrende Glut. von Helden bewacht, Bedroher der Welt.
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| Übel, sie sagten, wenn der Feind Doch Feindes Kunst da schon Gewirkt | | sollte es sein, die Waffe fände. erriet den Kerker, das drohende Geschick. |
| Da heben Diebe aus sicherem Grab, Des Unholds Scharen gegen ewige Hohe
| | den üblen Degen, erfüllen das Geschick. stehen zur Schlacht und kampfstarke Helden. |
| Die Schilde bersten, hohe Götter stürzen, Wenn der Hahn stehen tote Krieger
| | die Brünnen brechen, mutige Krieger sterben. der Sonne huldigt, wieder im Kampf.
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| Ewig der Kampf, bis der Raser Die Gerte fasst in Unholds Brust | | endlos die Kraft, bricht die Reihen. der Alte Fuchs, er sie bohrt.
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| Da endet gänzlich mit altem Gegner Gemeinsam sie stehen zusammen sie gehen
| | der Zorn der Götter, sind Götter geeint. auf blutiger Statt, davon im Guten.
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| Die Seele vereint, Das Schweigen Die Sonne erlischt, alles wird Feuer, | | der Sänger verstummt, ruht im Welten Raum. die Erde erbebt, die Welt vergeht.
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| Der Sänger weilt wo er wandert Doch eine Gewissheit der Welten Schaffung | | in endloser Weite, kann niemand wissen. bleibt den Gescheiten: ist ewiges Schicksal. |