Tanstat

Anders als die anderen Städte im Hedenland wurde Tanstat durch das Einnher gegründet. Dies geschah im Sommer 2664 (1022 nKr). Zuerst wurde eine Festung des Einnher errichtet. Sie sollte der Sicherung und Verwaltung der Besitzungen des walischen Volkes südlich des Myrkjurd dienen. Nach und nach entwickelte sich dann um die Festung herum ein Ort, in dem sich Menschen, die hofften, von den Geld- und Materialströmen die nun über Tanstat liefen profitieren zu können, ansiedelten.

Derzeit ist Tanstat dabei, sich zur größten Stadt im Hedenland zu entwickeln und damit Greborg auszustechen. Bemerkenswert ist, dass Tanstat die einzige befestigte Stadt im Hedenland ist. Kurz nach der Fertigstellung der Festung begann die wolsische Besetzung Waligois. Da Tanstat zu dem Zeitpunkt nur wenigen Menschen bekannt war, entging es selbst der wolsischen Besetzung und blieb frei. Dies führte dazu, dass sich, ähnlich wie in Fjordborg, viele Wali ansiedelten, die der Freiheitsdrang oder die Verfolgung durch die Wolsi von ihren angestammten Wohnorten vertrieben hat.

So wuchs die Stadt schnell heran. Im Sommer 2571 (1029 n.Kr.) begann man dann um die Stadt herum einen Erdwall zu errichten, der von einem  doppelten Palisadenring, dessen Zwischenraum mit Erde aufgefüllt war, gekrönt war.  Diese Festung wurde im Sommer 2575 (1033 n.Kr.) fertiggestellt und erwies sich zehn Sommer später als uneinnehmbar. Damals entdeckten die Wolsi die Stadt und versuchten sie zu erobern. Da der Ort jedoch strategisch günstig gelegen war und über eine eigene Wasserversorgung verfügte, mussten sie unverrichteter Dinge abziehen. Da damals schon ihre Herrschaft über Waligoi geschwächt war, kam es zu keinem weiteren Versuch.

Nach dem Ende der Besetzung strömten viele der Tanstater in das Umland aus und nahmen  Land um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Als dann noch in den Haeturd Byrgr Gold entdeckt wurde, strömten noch mehr Wali dorthin, um ihr Glück zu versuchen. In dieser Zeit kam es zu vielen Blutfehden und Kämpfen um den Besitz von Land, auf dem Gold gefunden wurde. Viele dieser Geschichten sind in den Sagen beschrieben, die im Gullarskrá, dem Goldbuch, festgehalten sind.

Derzeit ist Tanstat praktisch die heimliche Hauptstadt im Hedenland, weil dort Menschen vieler Stämme wohnen und dort Heden, Tami und Händler aus den südlichen Gebieten Urassus vorbeiziehen. Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage wird  Tanstat als das Bollwerk des Südens angesehen. In den letzten Jahren wurde die Garnison des Einnher aus Tanstat hinaus etwa eine Wegstunde nach Süden verlegt. Dort wurde eine neue Festung errichtet, die von dem Wasser eines aufgestauten Baches umgeben ist.

 

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