Thingor
Thingor bedeutet Thing-Kreis und liegt in einem kleinen Tal am Flusse Tvyr, Zwilling, im Thrumarilad, dem Donnererland, nördlich von Borklint. Dieser Ort ist eine alte Weihestätte der ersten Tage der Wali in Waligoi. Dort fanden anfänglich zur Sommer- und zur Wintersonnenwende die beiden großen Things der Wali statt. Der eigentliche Thingplatz ist markiert durch einen Kreis langer, liegender Steine, hinter denen ein weiterer Kreis aufrecht stehender Steine steht. Etwas abseits sind aus aufrecht stehenden Steinen zwei weitere, kleinere Kreise gebildet. In diesen wurden damals die Holmgänge durchgeführt, die durch Vergleiche nicht verhindert werden konnten. Direkt dahinter finden sich die Gräber der Unterlegenen.
Das Tal, durch den der Tvyr fließt ist gut vor Winden geschützt und durch warme Quellen das ganze Jahr frei von Schnee und Eis. Durch die Wärme können dort auch Bäume wachsen, die für diesen Teil des Landes ungewöhnlich gerade und hoch sind. Von den Wali werden sie als gottgeweiht angesehen. Wer dort Holz schlägt oder einen Baum fällt gilt als friedlos und kann von jedem erschlagen werden, dem danach ist, ohne Rache oder Klage fürchten zu müssen.
Nach Thingor ziehen sich oft Wali zurück, denen es aufgrund von Gebrechen oder anderen Einschränkungen verwehrt ist, am alltäglichen Leben des Volkes teilzunehmen. Dort verbringen sie ihr Leben, bis sie zurückkehren oder dort sterben. Auf diese Weise können sie auch ihren Weg in Walis Hallen finden. Von den Wali wird diese Entscheidung geachtet, denn viele der Menschen, die länger in Thingor weilen, werden als Weise angesehen, die in Träumen die Zukunft erblicken können.
