Friedborg
Friedborg ist eine Stadt an der Nor-Küste von Waligoi (Alte Welt) und eine der ältesten, von den Waljar (Vorfahren der Wali) gegründeten Siedlungen.
Friedborg gehört, neben Nya Askivik und Tanstat, zu den drei größten unter den wenigen Siedlungen, welche die von jeher nomadisierenden Bognaren-Sippen der Kjalkfälen und Veidaren als Handelsplätze im fruchtbaren Küstenstreifen des Bognarjurds, dem Siedlungsgebiet der sesshaften Sippe der Utortren, gegründet wurden. Trotz seiner Lage am Norris bzw. dem Oendanlegur Uthaf (Endloser Ozean) ist der Hafen von Friedborg am Friedfjord den gesamten Winter über eisfrei, was der warmen Meeresströmung und vor allem den heißen Quellen in den Hügellanden zu verdanken ist. Die Utortren, ursprünglich Bauern und Handwerker, entdeckten und betrieben die Fischerei und die Seefahrt, was zum Erfolg der Siedlungen betrug. Fischerflotten aus Friedborg laufen zu der mirlich gelegenen Haemr Buchtr aus, wo sich in den kalten Strömungen Fischschwärme und die sie begleitenden Jäger wie Robben oder Orkr-Wale tummeln. Daher wird dieser Bereich auch oft als Friedborgs Fischgrund bezeichnet. Bis weit in den Herbst hinein wird die Bucht von Fischern besucht, die zumeist mit reichem Fang wieder nach Hause fahren. Neben (Nya-)Askivik zählt Friedborg nicht zuletzt durch den Seehandel zu den wichtigsten Handelsplätzen der Bognaren. Von hieraus verkaufen sie unter anderem die von den Vejdaren erjagten Felle. Besonders die Atlir sind die größten Abnehmer an Eisbären- und Schneeopardenfellen.
Bekannte Wali stammen aus Friedborg: Mandrad, geboren 2 vEdF, von 28 ndF bis 31 ndF Werir der Bognaren und ab 49 ndF Werir der Heden, sowie Hartur, geboren 15 ndF nahe Friedborg, dessen Familie in die Yddia auswanderte, wo er zu einem bedeutenden Grundbesitzer unter den Beltyren und Freund der Ureinwohner wurde.
Geschichte
Im Zuge der Einwanderung der Waljar nach Waligoi wurde Vredebruk im Jahre 941 nK durch den Kriegerbund der Woregnar gegründet. Die Siedlung war am Anfang kaum mehr als eine Ansammlung von Holz- und Grassodenhäusern und besaß keine Befestigung. Doch schnell wurde sie zu einer der bedeutendsten Handelsplätze in Nor-Est-Waligoi. Leider währte die Blüte der ersten Siedlungen nicht lange, denn schon im Sommer 949 nK wurden sie durch massive Rukr-Angriffe zerstört, so auch Vredebruk. Die Bewohner wurden in alle Winde zerstreut; Handwerker und Bauern fanden Aufnahme bei den anderen Stämmen, besonders bei den Gauten und Atlir, in denen sie aufgingen. Das Küstenland und die dahinter liegenden Gebiete (Veidarjurd) wurde nur noch von wenigen nomadischen Familien und Pelzjägern durchstreift (siehe: Erster Rukr-Krieg).
Erst viel später, als die Gefahr der Rukr schon lange eingedämmt war, sammelten sich die Woregnar als Bognaren und eroberten diesen Teil Waligois zurück. Dies geschah, nachdem Waligoi im Riesenkrieg (1033-1034 nK) von den Heeren des Löwenreiches angegriffen und erobert worden war. Bedingt durch die Flucht vor den wolsischen Besatzern verließen viele Utortrenstämmige unter den Gauten, Atlir und auch Heden ihre Stammesgebiete und begannen im entvölkerten Küstengebiet zu siedeln. Diese Siedler gründeten die alten Städte neu: Neben den Resten von Askaviken wurde Askivik errichtet und Friedborg erstand an Stelle des alten Vredebruk. Friedborg wurde, neben Fjordborg, Varmborg, Sestat und Tanstat, ein Zentrum des Wiederstandes gegen die Besatzer. Obwohl die Wolsi etliche militärische Expeditionen zur Auffindung und Eroberung der neuen Siedlungen entsandten, blieb Friedborg während der gesamten Besatzungszeit vom Krieg verschont (jedoch zerstörten die Wolsi Askivik, im Glauben Friedborg gefunden zu haben).
Es dauerte bis in die Jahre nach der Finsternis, dass sich die Bognaren als eigenständiger Stamm entwickelt und durchgesetzt hatten. Während der Besetzung durch die Horde der Finsternis wurden im Jahre 14 ndF die einzelnen Familiensippen und kleineren Stammesverbände und die gautischen, atlirischen und hedischen Siedler zu den heutigen Bognaren vereint.
Friedborg ("Friedensburg") machte seinem Namen auch weiterhin Ehre: Im Jahre 31 ndF, nach den Kriegswirren um den Städtebund, lud Thorgil Axtschwinger Waran Jand von Ranabar und Edbald Jarkhan zu einem Thing der Freundschaft in die Stadt. In der kurze Zeit vorher von Jalmur erworbenen Thinghalle wurden Friedensverhandlungen geführt und durch die Freilassung der im Jahr zuvor von Thorgil gefangengenommenen Aschmahal erfolgreich abgeschlossen.
