Neu Westurgoi: Geschichte

Im Jahre 1046 nach Gründung der Stadt Kreos auf der Alten Welt landeten einige tausend Gauten unter der Führung von Elfse im Nor der Yddia, wie die Westlichen Welt von ihren Bewohnern genannt wird. Die Wali unterwarfen die dort lebenden Negutnik und nannten das neu gewonnene Land Vesturgoi. Elfse wurde das Oberhaupt der Unterworfenen, ihr Numokh. Obwohl in Vesturgoi die Wali und die Negutnik eher ein loser Stammesverbund waren, dehnten sie ihr Reich in wenigen Jahren bis an das Binnenmeer aus. Dann senkte sich im Jahre 1050 nach Kreos die Finsternis über Magira. Ein dicker Eispanzer überzog Vesturgoi und viele Menschen starben innerhalb kürzester Zeit.

Ein Teil der überlebenden Wali machte sich auf den Weg in eine neue Heimat. Im Waldland bauten sie sich neue Langschiffe. Sie folgten dem Nidarana, bis er sich in den Cantuysa ergoss, und weiter dem Strom hinab erreichten sie die Inseln der Wirbel und das Binnenmeer.

Ihre Fahrt führte sie vorbei an der Insel der wolkenhohen Bäume, in dessen Est sie eine steile Hochlandküste fanden. Dieser Küste folgten sie nach Süd. Als die Wali auf landbare Küste stießen, sahen sie einen großen Feuerschein am Horizont. Dem Feuer folgend, drangen sie nach Mir vor.

Wenige Tagesmärsche von der Küste entfernt erblickten sie eine große Stadt, die zum Teil aus Holz gebaut war. Krieger, die wie Raubvögel bekleidet waren, lieferten sich dort eine große Schlacht. Als diese Krieger dann zu müde wurden, um das Metzeln fortzuführen, stürmten die Wali die Stadt.

Die Überlebenden aus der Stadt, die diese Xitle nannten, erzählten den Wali die Geschichte des untergegangenen Reiches:

”Azcapazulco war einst ein sehr altes und mächtiges Reich, das vor 2184 Jahren gegründet wurde. Es wurde von Priestern geführt, die das EI (gemeint ist die Welt Magira, wie die Wali schnell feststellten) verehrten. Die einzelnen Stämme kämpften vereint gegen die Barbaren aus den Nachbarländern. Aus der Verehrung zum EI lehnten sie den Gebrauch jeglichen Metalls ab.

Die Priester weissagten ihnen, dass wenn sie es nicht schaffen würden, die Barbaren zu vernichten, welche die Erde aufgruben um ihr das Metall zu entreißen, die Götter die Menschen vernichten würden. Es war ihnen nicht möglich und die Finsternis brach herein. In der Hauptstadt Chuzumaxinta brach ein Bürgerkrieg aus, der sich schnell über das ganze Land ausbreitete.”

Es vergingen viele Jahre, bevor die Finsternis endete.

Alsbald drang die Kunde von eisenbewehrten Kriegern in das Landesinnere. Große Heere unter dem Banner des Einhorns machten sich auf, das Land zu erobern. Ebenso plötzlich wie es kam, verschwand das Banner des Einhorns nach kurzer Zeit wieder im Meer. Sie zog es in ihre alte Heimat Clanthon.

Fast zur gleichen Zeit landeten Wali, die den Fall Yggrgards in Waligoi überlebt hatten, unter der Führung von Thorwald im Nor der Westlichen Welt von Magira. Doch das alte Reich Vesturgoi war untergegangen. Auch schien das Land den Wali karger und abstoßender denn je. So zog die Walische Flotte um die Welt, um nach überlebenden Wölfen der See zu suchen. Thorwald fand mit seinen Truppen die waldreichen Gebiete im Est dieser Welt. Als er die scheinbar verlassenen Lande betrat, begrüßten ihn die Einheimischen und wiesen ihm und seinen Mannen den Weg zu den alten Walisiedlungen. Mit den neu eingetroffenen Wali und ihren Waffen füllten die Wölfe das entstandene Machtvakuum des vergangenen Reiches Azcapazulco aus.

Seitdem beherrschen sie dieses Land: Neu-Westurgoi.

Kurze Zeit nach der Landnahme der Wali wurde eine große Flotte ausgerüstet, um die in Waligoi verbliebenen Wali unter Edbald Jarkhan gegen die Horde der Finsternis zu unterstützen. Mit ihrer Hilfe konnten die walischen Krieger unter der Führung von Thorgil Axtschwinger die alte Heimat zurückerobern. In den folgenden Jahren waren Edbald Jarkhan und Kelir Jarkhan bestrebt, Waligoi wieder zu einer starken Macht am Hymir zu machen. Im harten ”Götterwinter” wanderten viele Wali von Waligoi nach Neu-Westurgoi aus. Dadurch wurden aber zuerst der Kontakt und schließlich auch der Handel zwischen Waligoi und Neu-Westurgoi intensiver und bedeutender.

Die Jarkhane, die ihre Besitztümer in Waligoi ungern im Stich lassen wollten, berieten sich über einen Wali, der ihnen geeignet erschien, an ihrer Stelle als Vertreter in Neu-Westurgoi zu Herrschen. Ihr Entschluss viel auf Jalmur, der während des ”Götterwinters” nach Neu-Westurgoi ausgewandert war. So wurde er auf dem Winter-Thing im Jahr 36 n.d.F. durch die Jarkhane zum Jarl (Fürst) von Neu-Westurgoi ernannt.

Auf dem Sommer-Thing im Jahr 41 n.d.F. wurden die Beltyren durch Edbald Jarkhan und Kelir Jarkhan zu einem eigenständigen Stamm der Wali ernannt.

Der Titel des Jarls wurde kurz danach abgeschafft und durch das Amt des Werirs ersetzt.

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