Lifur
Lifur ist einer der fünf Hohen Götter der Wali. Jedoch erlangte er diesen Stand erst lange nach der Entstehung der Welt.
Er, einer der Gefährten desjenigen der zu Yfirgera wurde, betrauerte den Verlust des Radswidr. So machte er sich auf die Suche nach einem Mittel, um dieses Ereignis rückgängig zu machen. Während dieser Suche wandelte er sich von Niederen zum Hohen Gott und als er ergebnislos heimkehrte wurde er von den anderen Hohen willkommen geheißen. Währen dieser Suche erkannte er die Natur des Ekki und erlangte so ein umfassendes Wissen über die Dinge und die Natur des Universums. In Walis Halle wurde ihm dann ein Hochsitz aus rotem Holz errichtet und dessen Name ist Vitar, das Wissen. Seine Frau ist Signy.
Gegen Ende seiner Reise, als er zu den Göttern zurückkehren wollte, konnte er den Weg nicht finden. Da bot ihm einer der Daudurja an, ihn zu führen, wenn er als Lohn dessen Augen erhielte. Seit dem kann er, obwohl ohne Augenlicht die inneren Werte von Wesen und Dingen erkennen und blickt tiefer als andere. Niemand kann ihn darin täuschen.
Sein Fluch ist es jedoch, dass er sich mit seinem Wissen nur selten Gehör bei den anderen Göttern verschaffen kann. So schweigt er oftmals und gilt daher auch als Gott der Stille. Nur Höggr hört ihm gelegentlich zu, so dass er von Feinden die verborgen in die Welt gelangt sind, Kenntnis erhält und sie töten kann.
Lifur lebt in einem von Stille erfüllten Wald und wird von einem Hirsch namens Lygnhjortyr dort herumgeführt. Sein Haus, Naefrholl, wird von einem Baum gebildet, der seine Äste bis zum Boden neigt und dessen dichtes Laub die Wände und die Decke bilden.
Und dies sagt das walische Runengedicht:
Allumfassend sieht die Welt der Vater der Reisen.
Namenlos und unsichtbar verteilt er Glück und Not.
Auf goldene Münze ritze den Schutz vor allem Streben
das gewebte Schicksal zu kennen durch magische Kraft.
Lifur in Neu-Westurgoi
In diesem Land wird Lifur inzwischen anders betrachtet, als es im Stammland der Wali üblich ist. Folgendes wird ihm dort zugesprochen:
Der Gott des Wissens und der Geheimnisse. Der Stammesgott der Beltyren taucht erst in den jüngsten Mythologien auf. Er ist jenen zugewandt, die danach streben, Geheimnisse zu enträtseln, Kenntnisse zu erlangen und Wissen zu bewahren. Bei Seefahrern und anderen Reisenden ist er hoch angesehen, da er ihnen Sternenbilder zeigt, an denen sie ihren Kurs sicher bestimmen können. Sein Symbol sind die Sterne.
