Runensteine

In längst vergessenen Zeiten begannen die Waljar steinerne Zeugnisse ruhmreicher Taten aufzustellen, Findlinge in die bildlich die Heldentat in den Stein gemeißelt wurden. Viele Steine aus der Urzeit sind durch die Gewalten der Natur verloren gegangen, manche wurden durch Erdrutsche verschüttet oder sind zerborsten, andere vor Wind und Regen glatt poliert. Doch immer noch zeugen heute viele Bildsteine von den Taten längst verstorbener Waljar und Wali. Später als die Waljar die Runen der Götter bekamen, begannen sie, nicht immer, zu den Bildern Runeninschriften dazu zu ritzen. Es gab und gibt auch Steine in die nur Runen geschnitten wurden. In den weiten Steppen und Prärien, der heutigen Gebiete von Tuominen, Sviatopat, Klingol und der Kanzanai, soll ein Sagen umwobener Runstyrd stehen. Ein einzelner Findling von über 50 x 50 Schritt in Länge und Breite und von einer Höhe von mehr als 30 Schritt. Auf all seinen Seiten sind Runen geschnitten. Der Sage nach soll an diesem Stein ein Sommerthing, zu den Zeiten als sich die Waljar in ihre Stämme teilten, gehalten worden seien. Der Khan gab den Runenkundigen der Waljar den Auftrag, dass Sittengedicht in diesen Stein zu schneiden, damit es für alle Zeit die Waljar erinnern möge. Auch wenn ihre Faustkeile und Axtblätter aus Hartem Stein und der Findling selbst aus weicherem war. So brauchten sie viele Monde bis das Werk vollendet war. Daneben stellten die Runenschnitzer einen zweiten kleineren Stein auf. In dem sie die Heldentaten und den Auftrag des inzwischen verstorbenen Khans in Bildern und Runen schnitten. Von jenem Stein an war es waljarische Sitte jedem Khan und heldenhaften Waljar einen Stein zusetzen, der von seinen Ruhmestaten zeugte.

Noch heute ist es Sitte, dass Verstorbenen, die eine Heldentat begangen haben, zu Ehren ein Stein gesetzt wird, auf dem die Heldentat verewigt wird. Meistens werden Bildsteine gesetzt, denn die wenigsten Wali können Runen ritzen. Wenn sich ein Runenkundiger im Gefolge befindet, kann und wird ein Bildstein mit Runeninschrift oder gar ein reiner Runenstein gesetzt. Dies ist aber eher die Ausnahme, denn den wenigsten Wali können Runen lesen.

Manche Bild- und Runensteine sind auch rein zu Ehren der Götter der Wali aufgestellt. Wie zum Beispiel der große Bildstein am Kap Thorwald in Neu-Westurgoi im dem die Wali den Götter der Wali dankten, das diese sie sicher über den Endlosen Ozean an die Gestade der Yddia geführt hatten. Oder den Runenstein den Mandrad zum Dank für die Rettung seiner Mannen und Frauen auf der Insel Yrt hatte aufstellen lassen.

An der Stelle, an der Lögnar im Isajurd von Edbald Jarkhan zum ersten Werir der Bognaren nach dem Langen Winter berufen wurde, steht ein Bildstein der davon kündet. Lögnar selbst ließ ihn setzen und von dem Runenkundigen Thorris ritzen.

Doch nicht nur auf Findlingen finden sich die Runen der Wali, die davon Zeugnis gaben dass sie dort waren und Großes vollbracht hatten. In Magramor soll es einen steinernen Löwen geben auf dem sich ein walischer Runenkundiger verewigt hat. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Thorris dieser Runenkundige war.

Der Jarkhan und die Werire haben aber auch nützliche Steine aufstellen lassen. So markieren sie an Flussufern Furten, verweisen auf Pässe, warnen vor den Rukr am Urrspalt oder weisen Reisenden den Weg nach Yggrgard, Boras und Nya Askivik oder anderen Städten.

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