Neu-Westurgoi: Regierung und Gerichtsbarkeit

Die Führung der Wali in Neu-Westurgoi obliegt dem durch die Jarkhane eingesetzten Jarl. Er ist oberster Richter und somit die letzte Instanz der Rechtsprechung in Neu-Westurgoi. Dieses Recht wird jedoch meist nur in besonders schwierigen oder wichtigen Angelegenheiten ausgeübt.

Jeder Bewohner oder Durchreisende unterliegt in Neu-Westurgoi dem Walichen Recht.

Alltägliches oder Stamm- bzw. Sippeninternes wird auf einem Thing entschieden. Das Thing funktioniert nach demokratischem Prinzip, bei dem jeder freie Wali Stimme und Rederecht besitzt.

Beim Thing wird auch Gericht gehalten. Der ranghöchste Wali führt meist den Vorsitz auf einem Gerichtsthing, es kann aber auch der Wali mit der größten Erfahrung in Rechtsangelegenheiten sein.

Streitfälle werden vorgebracht und versucht zu schlichten. Egal ob sie zwischen Wali untereinander auftreten oder zwischen Wali und Azcapazulcos. Hierbei ist es Sitte, daß selbst Unfreie für sich sprechen dürfen. Um ihren Argumenten mehr Gewicht zu verleihen, haben sie jedoch auch die Möglichkeit, freie Wali zu benennen, die für sie sprechen. Das Thing berät anschließend offen über das Urteil, das vom Vorsitzenden verkündet wird. Gottesurteile werden anerkannt.

Die Schuldig Gesprochenen werden in der Regel zu angemessenen Sühneleistungen verurteilt, die sich in Wiedergutmachung oder Schadenersatz äußern. So wird bei Totschlag ein ”Manngeld” gezahlt, das die Hinterbliebenen angemessen entschädigen soll.

War ein Vergehen zu schwerwiegend, so wird der Schuldige zum Friedlosen erklärt. Fortan wird ihm weder Unterkunft noch Schutz zuteil, und jeder darf ihn erschlagen.

Die Gerichtsbarkeit der Azcapazulcos hat ein Priester, Häuptling oder der Ältestenrat einer Siedlung inne. Sie entscheiden in einem Gemisch aus Ritualen, alten Überlieferungen, Zeichen am Sternenhimmel und dem eigenen gesunden Menschenverstand über die Streitfälle unter den Azcapazulcos.

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